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"Sonst haben wir in der Liga nichts verloren": Feulner spricht Klartext beim FC Augsburg II

kicker

Sportliche Berg- und Talfahrten gab es in den vergangenen Jahren bei der U 23 des FC Augsburg immer wieder. Doch so trist wie die Situation im Moment ist, war sie eigentlich noch nie. Nach acht Spieltagen haben die Augsburger vier magere Punkte (ein Sieg) auf dem Konto stehen und nehmen einen Abstiegs-Relegationsplatz ein. Viel zu wenig, auch wenn man die eigenen Ansprüche zugrunde legt.

Bei der jüngsten 2:3-Niederlage bei der SpVgg Ansbach sahen die jungen Fuggerstädter bei einer 2:1-Führung bis in die 25-minütige Nachspielzeit hinein wie der sichere Sieger aus. Zumal die Augsburger einen Akteur mehr auf dem Feld hatten. Doch dann verlor das Team völlig den Faden, die Franken wendeten das Blatt und gewannen das Spiel.

Dabei hatten die schwäbischen Kicker mit Maximilian Bauer sogar einen Akteur aus dem Profilager dabei. Mit dessen Leistung war Trainer Markus Feulner allerdings sehr zufrieden. "Seine Leistung war absolut professionell", lobte Feulner den Abwehrspieler.

Ellenlange Verletztenliste

Neben dem jugendlichen Leichtsinn sieht der Coach auch die ellenlange Verletztenliste als Grund für die sehr wechselhaften und teilweise schwachen Leistungen. Mit Moritz Kaube, Mahmut Kücüksahin, Kerim Yaman, Lukas Aigner oder Kristijan Taseski fehlen gleich eine ganze Reihe von Leistungsträgern seit Saisonbeginn.

„Wir waren zweimal in Führung, wurden in Überzahl eiskalt ausgekontert. Daran sieht man, dass wir noch viel lernen müssen, sonst haben wir in der Liga nichts verloren.“ (Markus Feulner)

Doch trotz der personellen Sorgen war die Niederlage in der mittelfränkischen Bezirkshauptstadt nach Ansicht Feulners völlig überflüssig. "Brutal bitter" sei die Pleite in Ansbach nach Feulners Meinung gewesen, "Wir waren zweimal in Führung, wurden in Überzahl eiskalt ausgekontert. Daran sieht man, dass wir noch viel lernen müssen, sonst haben wir in der Liga nichts verloren."

Der ruhige und sachliche Feulner, der sich sonst eigentlich immer vor sein Team stellt, kritisierte die Mannschaft diesmal knallhart. Trotzdem ist sich der ehemalige Profi sicher, dass sein Team die Abstiegsgefahr bannen wird. "Die Regionalliga ist sehr ausgeglichen, da kann jeder jeden schlagen".

"Natürlich sind wir mit der aktuellen Situation nicht zufrieden", sagte auch Claus Schromm, der Cheftrainer im Augsburger Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) und fügt an: "Wir haben eine ganz junge Mannschaft, die gerade einen Lernprozess mitmacht." Da stellt sich die Frage: Können die Augsburger Talente überhaupt Abstiegskampf?

Doch es gibt auch positive Nachrichten. Aiman Dardari (20), seit Jahresbeginn im Verein, gab am vergangenen Sonntag bei der 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli sein Debüt bei den Profis. Darüber hinaus wurde Eigengewächs Franz Bleicher am Mittwoch mit einem langfristigen Profivertrag bis 2030 ausgestattet. Das 18-jährige Mittelfeldtalent, das seit seinem neunten Lebensjahr für die Fuggerstädter spielt, soll sich auch künftig in der Reserve weiterentwickeln und damit "Schritt für Schritt an den Profifußball herangeführt werden", wie Sportdirektor Benni Weber über den mehrfachen deutschen U-Nationalspieler erklärt.

Fünfstellige Geldstrafe

Post vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) bekam in der vergangenen Woche nicht nur der TSV Schwaben, sondern auch die zweite Mannschaft des FC Augsburg. Der Inhalt: Eine Rechnung über 30.000 Euro, eine Zahlungsaufforderung in dieser Höhe lag auch im Postfach des TSV Schwaben.

Der Grund: Die Lichtverhältnisse im Rosenaustadion entsprechen nicht mehr den vom Verband geforderten 400 Lux. Beide Vereine dürfen ab sofort keine Abendspiele in der Rosenau austragen. Ein Urteil, das nicht nur in Fußball-Augsburg Kopfschütteln ausgelöst hat.

Wie die Schwabenritter, so hat auch der FCA Einspruch gegen die Höhe der Geldbuße eingelegt. Mehr wollten die FCA-Verantwortlichen dazu nicht sagen. Ein Neubau der Flutlichtanlage im denkmalgeschützten Rosenaustadion würde dem Eigentümer, der Stadt Augsburg sehr viel Geld kosten. Von rund 2,2 Millionen Euro ist nach einer Schätzung die Rede. Das heißt: Es müssten nicht nur LED-Lampen installiert werden, sondern es sollten auch die gewaltigen Masten und die Fundamente saniert werden.

Wende im schwäbischen Derby?

Mit dem FC Augsburg II, TSV Buchbach, FV Illertissen, SV Viktoria Aschaffenburg, und SpVgg Greuther Fürth II sind fünf Gründungsmitglieder seit 2012 ununterbrochen in der Regionalliga Bayern am Start. Am Freitag (19 Uhr) gastieren die Augsburger Youngster im schwäbischen Derby beim FV Illertissen. Die Westschwaben sorgten zuletzt in der ersten DFB-Pokalhauptrunde für Schlagzeilen und warfen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg aus dem Wettbewerb. Trainer in Illertissen ist Holger Bachthaler, der vor rund 30 Jahren als Jungspund in der Jugend und der ersten Mannschaft des FCA unter Trainer Armin Veh kickte. Mit leeren Händen möchten die Gäste jedenfalls nicht in die Fuggerstadt zurückkehren. Ein Punkt sollte mindestens im Reisegepäck sein.