Wie schon beim FC Basel ist auch für die Berner Young Boys die Europa-League-Saison vorbei. YB erwischte einen Horrorstart: Nach nur sieben Minuten lagen die Berner bereits mit 0:2 zurück. Doch in der zweiten Halbzeit kämpfte sich die Mannschaft zurück und zeigte grossen Charakter. Sandro Lauper erzielte mit einem Traumtor den 2:2-Ausgleich und brachte so Hoffnung zurück ins Spiel.
"Es war ein Auf und Ab, mit einem schlechten Start, den wir hatten, wo wir wieder einen auf den Deckel bekamen. Aber wirklich ein Kompliment an die Mannschaft, wie wir zurückgekommen sind. Mit dem 2:1 in die Pause und dann haben wir gewusst, dass hier etwas zu holen ist", erklärte Lauper nach dem Spiel gegenüber blue Sport.
Trotz des couragierten Auftritts kann YB-Captain Loris Benito aus der Niederlage vorerst nichts mitnehmen: "Wenn es das Lyon-Spiel oder die ersten zwei Spiele dieser Liga-Phase gewesen wären, dann könnten wir einiges daraus mitnehmen. Stand jetzt, nehmen wir gar nichts mit. Wir sind ausgeschieden. Extrem frustrierend, auch weil wir den Match in der zweiten Halbzeit in den eigenen Händen hatten."
Auch YB-Trainer Gerardo Seoane würdigte die Leistung seines Teams: "Zuerst einmal muss ich sagen, dass sich die Mannschaft nach der Hypothek 0:2 in der Anfangsphase extrem zurückgekämpft hat. Sie hat extreme Moral und Mentalität gezeigt." Dennoch weiss Seoane, dass sein Team im Abschluss zu viele Chancen ungenutzt liess- ein Problem, das auch in der heimischen Super League häufig sichtbar ist: "Sicherlich haben sie im Abschluss aus den vielen Situationen zu wenig herausgeholt. Nicht nur in der Europa League, auch in der heimischen Meisterschaft ist es ein wichtiger Punkt, dass man Effizienz an den Tag legen muss, wenn man ein Match gewinnen will. Das ist uns heute nicht gelungen."