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Start mit Heimniederlage: Chemie Leipzig braucht Geduld

kicker

Natürlich nicht. "Wir haben ordentlich gespielt, aber die Effizienz war heute nicht da", sagte Trainer Adrian Alipour. Die junge Mannschaft, die mit gleich sechs Neuzugängen ins Spiel startete, erspielte sich einige gute Gelegenheiten, doch fehlte ihr noch die Kaltschnäuzigkeit und Abgeklärtheit. Die zeigte stattdessen der Aufsteiger Magdeburg - aber was heißt schon Aufsteiger? Mit 20 Punkten Vorsprung und 88 erzielten Treffern ist die Reserve des Zweitligisten kein normaler Aufsteiger. Und Chemie noch keine gänzlich geschlossene Einheit. "Wir werden in jedem Spiel Fehler machen", bemüht Alipour eine Binsenweisheit - und weiß, dass junge Spieler ihre Zeit benötigen.

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Der Prozess ist in vollem Gange. Einige Plätze im Kader dürften vorläufig gesetzt sein, bei anderen läuft die Suche nach der optimalen Besetzung noch. Luca Böggemann, der Leih-Torwart aus Osnabrück, hat erst einmal den Vorzug vor Florian Horenburg (Viktoria Berlin) bekommen, in der Abwehr begannen Rückkehrer Philipp Wendt (Jena), Marc Enke (Greifswald), Julian Weigel und Rajk Lisinski. Eine Bank könnten im defensiven Mittelfeld auch Valon Aliji und Tim Kießling (Meuselwitz) sein, die sich gut ergänzen. Allerdings muss Aliji sein Temperament zügeln, um nicht der Karten-König zu werden. Mit Maxime Langner (Erfurt) und Fynn Seidel (Chemnitz) verfügt Chemie über zwei technisch feine Kicker, die neben Kapitän Janik Mäder im offensiven Mittelfeld wirbeln sollen. Und ganz vorn ist Mosambiks Nationalspieler Stanley Ratifo das Maß aller Dinge, auch wenn Julius Hoffmann (Magdeburg) hinter ihm drängt. Am Donnerstag stieß mit Robin Friedrich ein neuer Konkurrent vom Halleschen FC dazu.

Zweimal auswärts

Nach der Niederlage hingen die Köpfe kurz, aber schnell wurde wieder nach vorn geschaut. Bis die jungen Wilden die Ekstase des Jubels nach einem Heimsieg genießen können, dauert es nun ein Weilchen. Erst am 22.8. gibt es wieder ein Heimspiel, Babelsberg kommt dann in den Alfred-Kunze-Sportpark, der wohl wieder ausverkauft sein dürfte. Denn der neue Dauerkartenrekord sorgt für fast immer volle Ränge - 3.000 Saison-Tickets gingen über den Tresen.

Zunächst aber muss die BSG auf Reisen gehen. Gegen den Chemnitzer FC wurde das Spiel auf Betreiben der sächsischen Polizei aus Sicherheitsgründen auf den Mittwoch, den 13. August, verlegt. Zuvor geht es an die Küste nach Greifswald. Am kommenden Samstag stehen dann gleich drei Spieler in den Reihen der Leipziger vor einer Rückkehr an die Ostsee. Lukas Griebsch, Lorenz Hollenbach und Rudolf Sanin haben den ambitionierten Nordklub verlassen, weil sie auf mehr Spielzeit kommen wollten. Zumindest wurden Griebsch und Hollenbach zum Saisonstart schon mal eingewechselt. Für einen Stammplatz müssen sie weiter ackern und sich anbieten.