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Strafe für Röhls Sheffield Wednesday: Keine Transferausgaben bis 2027

kicker

Die English Football League hat am Mittwoch eine Ausgabensperre über drei Transferfenster gegen den Zweitligisten Sheffield Wednesday ausgesprochen. Grund für die Bestrafung ist demnach, dass der Klub vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025 in Summe mehr als 30 Tage verspätete Gehaltszahlungen angehäuft hat.

Strafe gilt schon für diesen Sommer

Schon in diesem Sommer darf der Klub keine Transferausgaben tätigen, auch im Winter 2026 und im Sommer 2026 gilt die Einschränkung. Sheffield Wednesday wird entsprechend erst im Wintertransferfenster der Saison 2026/27 wieder Geld für Transfers in die Hand nehmen dürfen. Die Owls haben angekündigt, gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen, wollten die Situation aber nicht weiter kommentieren.

Es ist ein herber Rückschlag für den vom deutschen Coach Danny Röhl trainierten Verein. Der 36-Jährige hatte Sheffield Wednesday im Oktober 2023 übernommen und als Aufsteiger mit einem Schlussspurt von vier Siegen und zwei Remis in den letzten sechs Spielen noch zum Klassenerhalt geführt. In der abgelaufenen Saison stabilisierte der ehemalige Flick-Assistent den Klub und führte ihn auf Platz 12 der Championship.

Röhl-Zukunft ungewiss

Ob es für Röhl allerdings in Sheffield weitergeht, ist ohnehin fraglich. Zwar läuft sein Vertrag dort noch bis 2027, er kann sich offenkundig aber durchaus vorstellen, auch früher den nächsten Schritt zu gehen. "Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich in naher Zukunft gerne auf höchstmöglichem Niveau arbeiten möchte - mit den besten Spielern", erklärte der Coach vor kurzem bei "kicker meets DAZN". Auch die Bundesliga sei "natürlich" ein Thema, es soll eine Ausstiegsklausel im Vertrag geben. "Es gibt eine klare Absprache mit dem Eigentümer darüber, wie ich mir meine Zukunft vorstelle", erklärte Röhl weiter.

Attraktiver ist Sheffield durch die Ausgabensperre, die sowohl Transferablösen als auch Leihgebühren und Abfindungen umfasst, sicherlich nicht geworden. Lediglich gebührenfreie Leihspieler und Profis ohne Vertrag darf der Klub bis 2027 verpflichten.

EFL erhebt weitere Anklage

Und es könnte gar noch dicker kommen. Denn wie die EFL zusätzlich erklärte, wurde gegen den Verein und Besitzer Dejphon Chansiri aufgrund von Nichtzahlung der Spielergehälter im März und im Mai des aktuellen Jahres eine weitere Anklage erhoben. Diese Angelegenheit werde nun von einer Disziplinarkommission überprüft - und könnte Sheffield Wednesday möglicherweise weitere Strafen einhandeln.