Probierz-Entlassung aktuell kein Thema
Gleich im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Robert Lewandowski, der diesen mit dem Verlust des Vertrauens in Trainer Michal Probierz begründet hatte, kassierte die polnische Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation einen Dämpfer. Beim wohl direkten Konkurrenten um Platz zwei - die Niederlande scheinen nach den ersten Eindrücken zu stark - Finnland unterlagen die Bialo-Czerwoni 1:2. Dadurch sprangen die Nordeuropäer, die allerdings auch schon ein Spiel mehr absolvierten, an den Polen vorbei.
Ob es mit Lewandowski besser gelaufen wäre, ist hypothetisch. Doch diese Frage soll sich in Zukunft niemand mehr stellen müssen - zumindest hofft das Verbandschef Cezary Kulesza, der vermitteln möchte. "Es wird ein Gespräch mit Robert Lewandowski geben. Wenn möglich, dann zu dritt (Nationaltrainer Probierz, Kulesza, Lewandowski). Im Moment haben wir Zeit und einen Zeitpuffer, da wir nächste Woche nicht spielen", wird Kulesza in der polnischen Sporttageszeitung Przeglad Sportowy zitiert.
„Im Moment gibt es noch keine Entscheidung, die Auswahl zu ändern.“ (Cezary Kulesza)
Lewandowskis Forderung für die Rückkehr - die Entlassung Probierz' - wird der 62-Jährige wohl vorerst nicht erfüllen. "Im Moment gibt es noch keine Entscheidung, die Auswahl zu ändern. Trainer Probierz spielt nicht auf dem Platz", erklärte Kulesza.
Im September trifft Polen auf Finnland und die Niederlande
Wie die Mannschaft derweil die vorherige Absetzung von Lewandowski als Kapitän aufgenommen habe, wisse er nicht. "Ich habe mit den Spielern nicht darüber gesprochen, wie sie die Abnahme der Kapitänsbinde aufgenommen haben", so der Verbandschef.
Bis September sollte Kulesza in dem Streit eine Lösung präsentiert haben. Denn dort stehen gleich zwei richtungsweisende Partien in der WM-Qualifikation an. Sollten die Polen in der kommenden Länderspielperiode sowohl gegen die Niederlande als auch erneut gegen Finnland verlieren, würde das WM-Ticket in weite Ferne rücken.