Nach mittlerweile fünf Jahren in der 3. Liga peilt der 1. FC Saarbrücken in dieser Spielzeit mal wieder die Rückkehr in die 2. Bundesliga an. Eine Zukunft im deutschen Fußball-Unterhaus ist mit 19 Punkten und Platz 4 nach dem 10. Spieltag alles andere als ausgeschlossen - und auch für die generelle Zukunft des Vereins wurden nun weitere Weichenstellungen vorgenommen.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag haben die Mitglieder des Traditionsklubs für eine neue Führungsstruktur gestimmt. Die entsprechende Satzungsänderung wurde vom Förderkreis Virage Est entwickelt und von mehr als 90 Fanklubs unterstützt.
Demnach soll das operative Geschäft künftig nicht mehr vom ehrenamtlichen Präsidium, sondern von drei hauptamtlichen Vorständen geführt werden, die sich die Bereiche Sport, Finanzen und Strategie/Marketing/Vertrieb aufteilen.
Knapp 92 Prozent stimmen für die Satzungsänderung
Nach Angaben des Förderkreises Virage Est sei die Kampagne eine "Antwort auf die Frage, wie wir die Zukunft unseres Vereins gestalten möchten. Wir wollen eine grundlegende strukturelle Veränderung des Vereins erreichen, die es handelnden Personen künftig besser ermöglicht, unseren Verein professionell und zukunftsorientiert zu führen." Für diese Anpassung der Führungsstruktur stimmten am Samstag 91,94 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder.
Künftig soll auch der Aufsichtsrat als Kontrollinstanz mehr Kompetenzen erhalten, während das aktuell dreiköpfige Präsidium bestehend aus Präsident Hartmut Ostermann, Vizepräsident Salvo Pitino und Schatzmeister Dieter Weller verkleinert werden soll. In Zukunft sollen nur noch zwei Präsidiumsmitglieder rein repräsentative Aufgaben übernehmen.
Die Zukunft von Präsident Ostermann, der mit seiner Victor's Group Hauptsponsor des FCS ist, ist damit vorerst offen. Der 73-Jährige hatte sich für eine Ausgliederung der Profiabteilung ausgesprochen, um den Verein sportlich und wirtschaftlich in die Zukunft zu führen. Darüber soll auf einer zweiten außerordentlichen Mitgliederversammlung abgestimmt werden, nötig ist eine Dreiviertelmehrheit - der Förderkreis Virage Est lehnt dies aber ab.