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Stöger: "Die Liga ist mir wichtig, das ist kein Anhängselbewerb"

kicker

Egal, ob in Wien (0:1, 0:0) oder in Linz (0:3, 1:2), in der Vorsaison hat Rapid gegen BW Linz nie ein Rezept gefunden. "Das war schon ein Thema in der Kabine", verriet Peter Stöger, nachdem der Angstgegner zum Auftakt in die neue Saison endlich bezwungen worden war. "Die Spieler wollten das schon streichen."

Dafür musste Peter Stöger im Spiel der Grün-Weißen einiges ändern. "Wir haben gewusst, dass Blau-Weiß stark ist im Pressing. Das sind wir gut umgangen, indem wir viele lange Bälle gespielt haben und versucht haben, das Spiel in deren Hälfte zu verlagern", erklärte Niklas Hedl die neue Herangehensweise. "Pragmatisch", nannte sie der neue BW-Trainer Mitja Mörec.

Er hatte von seinem Trainerteam viele Infos darüber erhalten, wie es den Linzern immer wieder gelungen ist, gegen Rapid erfolgreich zu sein. "Aber sie haben diesmal anders gespielt als in den ersten Spielen. Viele lange Bälle und giftig auf die zweiten Bälle. Ob das der Belastung in den letzten Wochen geschuldet oder ob sie uns analysiert haben, kann ich nicht sagen.“

Rapid-Trainer Stöger: "Haben ihnen nicht die Freude gemacht wie letztes Jahr"

Peter Stöger kann: "Wir haben ihnen heute nicht die Freude gemacht wie letztes Jahr, als wir Dinge gemacht haben, von denen sie profitiert haben." Was genau das war? "Im Vorjahr haben sie extrem von unseren Ballverlusten im Mittelfeld profitiert, weil sie extrem stark im Umschalten sind. Sie haben einfach gewisse Muster, die sie auch heute so durchgespielt hätten. Aber wir haben ihnen nicht die Räume dafür gegeben und sie nicht agieren lassen."

Dass sich seine Mannschaft dabei nach dem Gegner richtete und ihm nicht die eigene Spielweise aufzwang, ist für den Rapid-Trainer nebensächlich. "Wir wollen so spielen, dass wir gewinnen. Irgendwann können wir das Ganze auch höher angehen und mehr Druck ausüben. Aber ich bin sicher, Blau-Weiß wird heuer noch einigen Klubs große Schwierigkeiten machen."

Dass der Sieg trotz deutlicher Überlegenheit vor allem in der ersten Hälfte mit 1:0 minimal ausfiel, konnte Stöger auch erklären. "Weil sie mit Viktor Baier einen richtig guten Torhüter im Kasten hatten. Da waren drei unglaubliche Saves dabei." Ein zweiter Punkt: "Wir haben noch viele Spieler auf unterschiedlichem körperlichen Niveau, weil sie nicht alle gleichzeitig ins Training eingestiegen sind. Da müssen wir aufpassen, dass wir sie nicht überfordern."

Dennoch habe er etwas gesehen, was ihn für den weiteren Verlauf der Saison optimistisch stimmte: "Wenn dir das zweite Tor nicht gelingt, dann musst du bereit sein, den 1:0-Sieg drüberzuarbeiten. Das war mir dann schon wichtig zu sehen, ob jeder alles für die Mannschaft unternimmt. Und das haben sie alle gemacht."

Priorität Bundesliga

Den Auftaktsieg in die Bundesliga-Saison schätzt Stöger sehr hoch ein. Er macht kein Hehl daraus, dass die Meisterschaft für ihn Vorrang hat. "Wir hatten jetzt zwei Gegner, wo es wichtig war, weiterzukommen, heute war es wichtig, gut in die Meisterschaft zu kommen. Weil die Liga ist das, was für mich einen Wert hat, das ist kein Anhängselbewerb."

Ist das schon eine Ansage Richtung Titelkampf?  Und gar ein Seitenhieb auf Robert Klauß, der mit den Erfolgen in der Conference League lange Zeit den Rückfall in der Bundesliga kaschierte? Dass Peter Stöger weiß, wie man BW Linz erfolgreich bekämpft, hat er seinem Vorgänger jedenfalls schon voraus.

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