Der SK Rapid ist mit einem blauen Auge aus Oberwart davongekommen. Trotz einer schwachen Darstellung zog der Tabellenführer der Bundesliga durch einen 2:1-Erfolg beim burgenländischen Drittligisten ins Achtelfinale des ÖFB-Cups ein. Bis auf den Aufstieg in die Runde der letzen 16 gab es aus Sicht der Hütteldorfer an diesem Mittwochabend aber nicht allzu viel Positives, wie auch Cheftrainer Peter Stöger im ORF-Interview festhielt.
"Vieles von dem, was wir sehen wollten, haben wir nicht gesehen. Vielleicht ist es eine gute Geschichte zum richtigen Zeitpunkt, dass die Jungs sehen, dass die Bereitschaft immer da sein muss, sonst geht es sich nicht aus. Wir haben es uns selbst sehr, sehr schwer gemacht. Das hat niemandem von uns gefallen", kritisierte Stöger den fahrigen Auftritt seines Teams. Dennoch stehe das Weiterkommen natürlich über allem, meinte er in Anspielung an Rapids Vorjahres-Aus gegen Stripfing.
Stöger: "Wenn dieser Stamm glaubt ..."
Allzu viel fehlte - insbesondere nach dem Anschlusstreffer in Hälfte zwei - auch Oberwart nicht auf die große Sensation. "Wir hatten ein Erfolgserlebnis im Spiel, dann traut man sich mehr zu. Wir können stolz auf die Leistung sein, das gibt uns Selbstvertrauen", sagte Oberwart-Trainer Gernot Plassnegger. "Für uns war es ein schönes Spiel, aber Rapid hat am Ende verdient gewonnen."
Stöger, der trotz des straffen Programms in den kommenden Wochen auch in Oberwart auf große Rotation verzichte, sendete indes eine Warnung an seine Spieler. "Wir haben einen Stamm gefunden, aber wenn dieser Stamm glaubt, wir können ein bisschen weniger machen, dann wird das nicht gehen. Wenn wir glauben, gegen einen Drittligisten geht es einfach, dann bekommen wir Probleme", erklärte der 59-Jährige. "Es geht nichts leicht bei uns, diese Qualität und Stabilität haben wir einfach nicht."