Fehlercode: %{errorCode}

Sydney oder die MLS: Müllers Entscheidung naht

kicker

Seit wenigen Wochen steht hinter dem Namen von Thomas Müller kein "FC Bayern München" mehr, sondern ein "vereinslos". Nach 25 Jahren beim deutschen Rekordmeister, mit dem er 13 Mal die Schale gewann, hat der bald 36-jährige Routinier kein neues Vertragsangebot mehr erhalten, sich inzwischen aber dazu entschieden, noch nicht mit dem Fußballspielen aufzuhören.

"Ich liebe die Fußball-Bühne und auch den Druck, Leistung zu bringen", erklärte er unlängst im ZDF. "Dementsprechend versuche ich, die Chance zu nutzen, solange eben mein Körper so fit ist, dass ich das weiter auf höchster Ebene machen darf. Auch wenn ich nicht mehr in Europa bin oder um die Champions League spiele."

Nach kicker-Informationen hoffen noch genau zwei Klubs auf Müllers Unterschrift: Ein MLS-Team (zuletzt wurden der Los Angeles FC und Cincinnati genannt) und der Sydney FC aus der australischen A-League.

Sydneys Sportdirektor Baumjohann kennt Müller bestens

Den letztjährigen Tabellensiebten aus der Millionenmetropole im Südosten führt seit Mai 2023 der Sportdirektor Alexander Baumjohann, der in der Saison 2009/10 ein halbes Jahr gemeinsam mit Müller beim FC Bayern spielte. Sein Debüt für die Münchner feierte der inzwischen 38-jährige Baumjohann in der ersten Pokalrunde, als er bei der SpVgg Neckarelz (3:1) in der 65. Minute für Müller eingewechselt wurde.

Eine Woche später startete Baumjohann anstelle von Müller beim Ligaauftakt in Sinsheim (1:1) und machte in Hälfte zwei Platz für Müller. Insgesamt standen beide nur dreimal gemeinsam für den FCB auf dem Feld.

Baumjohann wechselte nach einem halben Jahr und vier Einsätzen von München nach Gelsenkirchen zum FC Schalke, wo er 2011 den Pokal gewann. Später verschlug es ihn über Lautern und Berlin zunächst nach Brasilien und dann nach Australien, wo er erst für die Western Sydney Wanderers auflief und zum Ende seiner aktiven Karriere für den Sydney FC.

Dorthin lotste der Sportdirektor Baumjohann im vergangenen August bereits Müllers ehemaligen Bayern-Teamkollegen Douglas Costa, der als einer von zwei Spielern im Kader über der Gehaltsobergrenze liegt und mehr verdienen darf, als es die Regeln besagen. Auch der zweite Platz des "marquee players" ist bereits vergeben, würde für Müller aber freigemacht werden.

Eine Entscheidung Müllers wird zeitnah erwartet, womöglich noch an diesem Wochenende.