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Symbol für Kieler Schwierigkeiten: Skrzybski und seine "ärgerliche" Serie

kicker

Effizienz vor dem gegnerischen Tor gehört in der bisherigen Saison noch nicht zu den Stärken Holstein Kiels. Nach Expected Goals hätten die Fans der Störche bislang 12,7 Treffer erwarten können - es stehen aber nur magere neun Tore auf dem Konto. Nur vier Teams haben an den ersten acht Spieltagen weniger erzielt. Und ebenfalls nur vier Teams haben eine noch schlechtere Differenz zwischen erwartbaren und wirklich erzielten Toren vorzuweisen.

Diese Ineffizienz hat unter anderem auch mit Steven Skrzybski zu tun. Nach sechs Treffern in der Abstiegssaison aus der Bundesliga steht auf der Torjägerliste - auf der die KSV wohl auch den Neu-Gladbacher Shuto Machino (11 Treffer vergangene Saison) vermissen dürfte - bislang noch eine Null hinter seinem Namen.

18 Pflichtspiele in Folge hat der 32-Jährige nun nicht mehr getroffen. Ausgerechnet der Holstein-Kapitän wird damit zum Symbol des derzeit grassierenden Chancenwuchers bei den spielerisch zuletzt starken, aber auch mangels Effizienz noch im tabellarischen Mittelmaß beheimateten Störchen. In seinen acht Einsätzen hat Skrzybski 16 Torschüsse abgegeben, mehr als jeder andere Holstein-Profi. Sturm-Partner Alexander Bernhardsson steht mit einem Tor bei 15 Schüssen allerdings auch nur unwesentlich besser da.

In Sachen xG-Wert steht Skrzybski bei 1,75 - nur Hannovers Jannik Rochelt kommt in dieser Zweitliga-Saison auf einen höheren xG-Wert, ohne bislang getroffen zu haben (2,22). Auch bei der bereits angesprochenen Schussstatistik schrammt der Kieler Angreifer (gemeinsam mit Magdeburgs Baris Atik) nur knapp an einem Saisontiefstwert vorbei: Nur Raphael Obermair kam 2025/26 öfter zum Abschluss, ohne getroffen zu haben (18 Torschüsse).

Skrzybski: "Ich mache mich deshalb nicht verrückt"

"Mich ärgert meine aktuelle Bilanz schon etwas, das gebe ich zu", sagt Skrzybski, relativiert aber die mentale Komponente seiner Torflaute direkt im Nachsatz: "Ich mache mich deshalb nicht verrückt. Ich bin lange genug dabei, um zu wissen, dass es solche Phasen immer mal wieder geben kann."

Er dürfte wissen, wovon er spricht. Erfahrung hat der gebürtige Berliner schließlich ausreichend vorzuweisen. Einerseits aus 228 Zweitliga- sowie 60 Erstligaeinsätzen - und vier Auftritten (drei als Joker) in der Champions League mit Schalke 04 in der Saison 2018/19 -, andererseits als drittbester Torjäger der Zweitliga-Saison 2022/23 mit 15 Treffern. Auch in der Aufstiegssaison 2023/24 war der Offensiv-Allrounder Top-Torjäger der Störche (10 Treffer), in deren Diensten er seit Sommer 2021 steht.

Skrzybski kann sich weitere Verlängerung in Kiel vorstellen

Nach der aktuellen Spielzeit läuft der Vertrag des an der Förde zu einer Identifikationsfigur gereiften Routiniers aus. "Wir sind in einem guten Austausch. Ich glaube, beide Seiten wissen, was sie aneinander haben und können sich auch sehr gut vorstellen, gemeinsam weiterzumachen", so Skrzybski mit Blick auf die Gespräche mit KSV-Sportchef Olaf Rebbe.

Weitere Argumente für ein neues Arbeitspapier kann Skrzybski am Sonntag in Nürnberg sammeln (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Im Idealfall, indem er seine unrühmliche Serie beendet.