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Tresoldi und der Wunsch-Gegner im Viertelfinale: "Italien"

kicker

Von der U-21-EM in der Slowakei berichten Tim Lüddecke und Michael Pfeifer

Ob ein Tor aus einem oder 20 Metern fällt, "das ist mir egal", sagte Nicolo Tresoldi am späten Sonntagabend: "Die Hauptsache ist, dass ich ihn reinmache." Als einer der Allerletzten verließ der Angreifer der deutschen U-21-Nationalmannschaft die Katakomben der MOL Arena in Dunajská Streda gen Mannschaftsbus - mit seinem ersten Turniertor im Gepäck: "Als Stürmer willst du immer treffen."

Doch bei der U 21 hatte er nun etwas länger auf seinen sechsten Länderspieltreffer (im 13. Einsatz) warten müssen; die vergangenen vier Partien war der 20-Jährige leer ausgegangen. Am Sonntag brachte er mit seinem Führungstreffer den zweiten deutschen EM-Sieg gegen Tschechien (4:2) auf den Weg - der zugleich den vorzeitigen Viertelfinaleinzug bedeutete.

Dort trifft die DFB-Auswahl entweder auf die Spanier oder die Italiener, die in ihrer Gruppe A ebenfalls bislang zwei Siege eingefahren haben und damit vorzeitig für die K.-o-Phase qualifiziert sind.

"Wenn du Europameister werden willst …"

Für Tresoldi, den Sohn eines Italieners und einer Argentinierin und geboren in Cagliari auf Sardinien, könnte es also zu einem besonderen Spiel kommen. Zumindest wünscht er sich das: "Italien", antwortete Tresoldi auf die naheliegende Frage, welchen Gegner er denn tatsächlich favorisiere.

Dann schob er allerdings noch nach: "Wenn du Europameister werden willst, musst du jede Nation schlagen." Ungeachtet dessen, dass sich der Angreifer, der theoretisch ja immer noch zur italienischen A-Nationalmannschaft wechseln könnte, in seinem Geburtsland damit nicht unbedingt beliebt machen würde. Andererseits könnte er natürlich auch Eigenwerbung betreiben.

Erst einmal jedoch, das betonte der Mann, der zur neuen Saison von Hannover 96 zum belgischen Topteam Club Brügge wechseln wird, stehe das letzte Spiel um den Gruppensieg gegen die Engländer bevor: "Wir wollen ungeschlagen bleiben. Und dann schauen wir mal."

Woltemade, der "perfekte Sturmpartner"

Bei bislang insgesamt sieben deutschen Treffern und im Zusammenspiel mit dem auch im zweiten Gruppenspiel herausragenden Nick Woltemade erscheint in diesem Turnier jedenfalls vieles möglich für die DFB-Auswahl.

Zumal Tresoldi davon sprach, dass jener Woltemade "der perfekte Sturmpartner für mich ist. Er macht die Bälle fest, er kann Fußball spielen. Und allgemein: Mit Brajan und Paul haben wir eine überragende Offensive." Gruda traf zwischenzeitlich den Pfosten, Nebel erzielte das 2:0 - und damit seinen ersten Treffer für die U 21. "Es macht einfach Spaß", so Tresoldi.