Fehlercode: %{errorCode}

U 21: Die offenen Fragen vor dem EM-Qualifikations-Auftakt

kicker

In Rostock soll der Beginn zu einer erfolgreichen EM-Qualifikation gemacht werden für die deutsche U-21-Nationalmannschaft - also dort, wo Cheftrainer Antonio Di Salvo schon einmal bedeutende Schritte in seiner Karriere genommen hat. Damals noch als aktiver Hansa-Profi (2001 bis 2006).

"In der Stadt bin ich zum Bundesliga-Spieler gereift", hatte der 46-Jährige bereits zu Beginn des Länderspiellehrgangs betont und auf die "besondere Bindung" zum Austragungsort der Partie gegen Lettland am Dienstag (20.30 Uhr, LIVE! beim kicker) hingewiesen.

In der Zwischenzeit hat die neuformierte DFB-Auswahl die erste Bewährungsprobe in Form eines Vorbereitungsspiels in Albanien genommen - beim 2:0 in Elbasan gegen den Mit-Gastgeber der EM 2027 (die zudem in Serbien ausgetragen wird) sah Di Salvo "unsere Prinzipien" bereits in Ansätzen umgesetzt, wie er am Montagabend in Rostock vor dem Abschlusstraining noch einmal ausführte.

"Klar ist auch, dass wir uns verbessern müssen", so der Coach, der die weiteren Trainingseinheiten dafür auch bereits genutzt haben will: "Wir werden morgen einen Schritt weiter sein als am Freitag."

Di Salvo: "Es kommt auf uns an"

Gegen Lettland erwartet Di Salvo trotz gesammelter Eindrücke vom Gegner aus dem vergangenen Juni auch einige Fragezeichen. "Man weiß nie so genau, was passiert. Sie haben ein paar große Spieler, die die Chance bei Standards nutzen, wenn sie mal nach vorne kommen. Darauf müssen wir uns einstellen, dass wir nicht zu viel zulassen", fordert Di Salvo. "Aber es kommt ganz viel auf uns an, unsere Stärken auf den Platz zu bekommen."

An der Herangehensweise seiner Mannschaft solle sich gegnerabhängig jedenfalls nichts ändern: "Wir wollen mutig nach vorne spielen, Zugriff haben und Dominanz ausstrahlen."

Die deutsche Aufstellung sei rund 26 Stunden vor Anpfiff der Partie laut des Trainers indes noch nicht in Stein gemeißelt. "Es gibt noch zwei bis drei Positionen, wo wir darüber nachdenken und wo ich auch noch die Nacht brauche, um ein Gefühl zu bekommen", so Di Salvo, der dafür auch die letzten Trainingseindrücke noch einfließen lassen wolle: "Und dann werden wir schon die richtige Startelf finden."

Wer wird die neue Nummer eins?

Noch nicht entschieden war demnach auch, wer am Dienstag als Kapitän aufläuft - und wer im deutschen Tor steht. In Albanien wechselten sich Mio Backhaus und Dennis Seimen je eine Spielhälfte ab, nun wird der zur Nummer eins berufene Keeper durchspielen.

Die Zeit für Wechselspielchen sei jedenfalls vorbei, betonte Di Salvo: "Wir haben morgen ein EM-Qualifikations-Spiel." Womit der 46-Jährige vor allem die nötige Ernsthaftigkeit einforderte - genauso wie, daran zu erinnern, dass die makellose zurückliegende Qualifikation ohne Niederlage und der Vize-Europameistertitel nun der Vergangenheit angehören: "Wenn schon jetzt über irgendeine Serie gesprochen wird, muss ich sagen: Damit befasse ich mich überhaupt nicht - weil ich weiß, dass jedes Spiel schwierig wird. Wir werden von Anfang an da sein müssen."