Fehlercode: %{errorCode}

Velbert hofft auf Wende in Düsseldorf: Rückkehrer sollen neuen Schwung bringen

kicker

Das 0:3 gegen den FC Gütersloh machte die Probleme der SSVg deutlich: Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft, in der Defensive offenbarte das Team Schwächen. Torhüter Marcel Lenz verhinderte mit starken Paraden eine höhere Niederlage. Robin Hilger kämpft oft vergeblich, weil die Anbindung aus dem Mittelfeld fehlt.

"Gütersloh war uns an diesem Tag in fast allen Belangen überlegen", sagt Trainer Ismail Jaroui, betont aber: "Vom Einsatz und Kampf her kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen." Vor allem in den entscheidenden Momenten im letzten Drittel agierte sein Team jedoch zu harmlos.

FC Gütersloh hatte "ähnliche Probleme" wie Velbert

Bemerkenswert: Gästetrainer Julian Hesse nahm Jaroui nach der Partie auf der Pressekonferenz in Schutz und erinnerte daran, dass Geduld im Fußball nötig sei: "Vor zwei Jahren hatten wir als Aufsteiger mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, aber der Verein hat immer an mir festgehalten."

Dabei wird diese Debatte offiziell gar nicht geführt. Vereinschef Oliver Kuhn stellte in der WAZ klar: "Wir fangen gar nicht erst an, eine Trainerdiskussion zu führen." Gleichzeitig verwies Kuhn darauf, dass die Spieler in der Schlussphase "ein Stück weit resigniert" hätten und sprach offen von einer schwierigen Lage.

Jaroui selbst wirkt gefasst: "Wir arbeiten sehr eng, konstruktiv und lösungsorientiert - sowohl im Trainerteam als auch mit der Mannschaft und den Vereinsverantwortlichen." Die Rahmenbedingungen bleiben anspruchsvoll: Fast alle Spieler gehen einem Beruf nach und können nur eingeschränkt trainieren. "Trotzdem sind wir nach Spielen enttäuscht, wenn wir verlieren", betont Jaroui.

Die "Haltung" des Teams stimme. Doch in einer Liga mit Profi-Reserven und etablierten Klubs genügt Haltung nicht - gefragt sind Lösungen auf dem Platz. Im Vorfeld der Partie bei Fortuna Düsseldorfs U 23 liege daher der Fokus auf der Spielorganisation, dem Umschalten, dem Spiel ins letzte Drittel und der Raumverteidigung.

Diallo und Hemcke machen Fortschritte

Hoffnung macht die Rückkehr einiger Verletzter. Cellou Diallo und Benjamin Hemcke kamen gegen Gütersloh zu Kurzeinsätzen und könnten gegen Fortuna Düsseldorf II in die Startelf zurückkehren. Max Machtemes wird ebenfalls langsam wieder herangeführt. "Aufgrund ihrer Erfahrung sind diese Spieler enorm wichtig", stellt Jaroui klar.

Auch die jungen Spieler entwickeln sich weiter: Kilian Wagenaar zeigte trotz Fehlern, warum man ihn langfristig in der Innenverteidigung aufbauen will. Neuzugang Calvin Mockschan brachte nach seiner Einwechslung frischen Schwung über außen. Jaroui erhofft sich vom Mockschan langfristig mehr Möglichkeiten beim Auflösen von Eins-gegen-Eins-Situationen.

Positiv: Während Velbert zuhause noch ohne Punktgewinn ist, holte das Team auswärts bereits drei Unentschieden. "Wir fühlen uns zuhause wohl, leider haben uns aber zweimal Rote Karten geschwächt", relativiert Jaroui.

Pokal-Blamage verhindert - Schwere Aufgabe gegen "reife" Düsseldorfer

Am Mittwochabend entging Velbert nur knapp dem nächsten herben Rückschlag. Im niederrheinischen Landespokal mühte sich der Viertligist gegen den Bezirksligisten Hamborn erst in der Verlängerung in die nächste Runde.

Am Samstag erwartet Velbert ein technisch starkes Team: Fortuna II setzt auf Ballbesitz, spielerische Lösungen und hohes Tempo über die Flügel. "Für eine U 23 ist das ein sehr reifer Fußball", sagt Jaroui. Fortunas Stärken sieht er im Spieltempo, der Athletik und der Fähigkeit, kurzfristig "Unterschiedsspieler" aus dem Profikader einzusetzen. Anstoß ist um 14 Uhr am Flinger Broich.