José Aguirre, früherer U-20-Nationaltorhüter Guatemalas, trägt in der kommenden Spielzeit das Trikot der Lila-Weißen und soll den Konkurrenzkampf auf der Position zwischen den Pfosten erhöhen. Der 21-Jährige wechselt vom Hamburger SV III an die Geerdtsstraße.
In der Vita des 1,90 Meter großen Schlussmannes stehen mit dem HSV, dem FSV Zwickau und dem VfB Lübeck gleich mehrere klangvolle Namen. "Ich kenne bereits viele Mannschaftskollegen aus meiner Zeit in Lübeck, die immer Positives über den Verein erzählt haben. Deshalb hatte ich schon seit ein paar Jahren Interesse am VfR", so Aguirre. "Als sich nun die Möglichkeit ergeben hat, hier zu spielen, wollte ich die Chance unbedingt nutzen, um mich sportlich weiterzuentwickeln und Teil der Entwicklung des Vereins zu sein. Ich habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt und freue mich auf eine erfolgreiche Saison".
Auch VfR-Cheftrainer Danny Cornelius ist begeistert von seinem neuen Keeper: "Wir haben jetzt ein hochkarätiges Torwartteam bei uns. José ist sehr talentiert und spielt beeindruckend mit. Mit Christopher Newe, José Aguirre und unseren Nachwuchskeepern sind wir bestens aufgestellt", sagt der Ex-Profi.
Länderspieldebüt mit 15
Bevor Aguirre im Sommer 2019 den Schritt nach Deutschland zum FSV Zwickau wagte, verlief seine Karriere in seinem Heimatland steil nach oben. Bereits mit 15 Jahren debütierte der Torhüter im Mai 2019 für die U-17-Nationalmannschaft und führte das Team in den Länderspielen gegen die U-17-Auswahlen von Barbados, den USA und Panama als Kapitän aufs Feld.
Im Sommer 2019 folgte schließlich der Schritt über den großen Teich in die Jugend des FSV Zwickau. Nach seiner Zeit in der U 19 der Sachsen wechselte Aguirre zum VfB Lübeck. Dort gehörte er zum Profikader, sammelte jedoch vor allem in der zweiten Mannschaft in der Oberliga wichtige Spielpraxis. 2022 wurde der Torhüter erneut für die U-20-Nationalmannschaft seines Heimatlandes nominiert und kam in den Länderspielen gegen Panama und die Dominikanische Republik zum Einsatz - eine weitere Station auf seinem Weg internationaler Erfahrung.
„José kann der Sprung in die Regionalliga oder sogar in die 3. Liga gelingen.“ (Nils Kjär)
Von Lübeck ging es im Sommer 2023 weiter in die nächste Hansestadt, nach Hamburg. Für die "Dritte" der Rothosen spielte Aguirre sowohl in der Oberliga Hamburg und der Landesliga Hammonia. Keine Frage, der 21-Jährige lebt seinen Traum vom Fußball in Europa - wenngleich ihm der "große Durchbruch" noch nicht gelungen ist.
Für den Fall, dass es mit der Profikarriere nicht klappt, hat der junge Torhüter vorgesorgt: Nach seinem bestandenen Abitur studiert Aguirre Wirtschaftsingenieurwesen. "José kann der Sprung in die Regionalliga oder sogar in die 3. Liga gelingen. Er hat großes Potenzial, arbeitet auf dem Trainingsplatz sehr akribisch und wissbegierig. Zudem ist er sehr freundlich und hat einen tollen Charakter", sagt Nils Kjär. Der 39-jährige Ex-Profi muss es wissen. Kjär, aktueller Co-Trainer beim Oberligisten SV Preußen Reinfeld, war seinerzeit Aguirres Trainer beim VfB Lübeck II.