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Vom Tabellenende auf Platz 1: Fossi führt Oldenburg wieder nach oben

kicker

Mit einem fulminanten 6:1-Sieg über den HSC Hannover hat der VfB Oldenburg am Samstagabend Platz 1 in der Tabelle der Regionalliga Nord erobert. Es war bereits das fünfte Mal in dieser Saison, dass die Oldenburger in einer Partie mindestens vier Treffer erzielt haben. Dies gelang ihnen zuvor bereits gegen den VfB Lübeck (4:0), den Hamburger SV II (4:0), Altona 93 (6:2) und die FSV Schöningen (5:2). Mit 30 erzielten Toren nach acht Spieltagen hat der VfB in der seit 2012 bestehenden fünfgleisigen Regionalliga einen neuen Rekord aufgestellt.

Spannend dabei: Nahezu die gleiche Mannschaft stand exakt vor einem Jahr, als Dario Fossi die Oldenburger erneut übernahm, noch tief im Abstiegskampf und zwischenzeitlich sogar auf Platz 18. Innerhalb eines Jahres ist es dem Aufstiegstrainer von 2022 gelungen, den VfB erneut an die Tabellenspitze zu bringen. 13 der 16 am Samstag eingesetzten Spieler gehörten auch in der vergangenen Saison schon dem Kader an.

Facklam blüht auf

Einen großen Anteil am Erfolg hat mit Mats Facklam allerdings auch ein Neuzugang. Zehn Treffer in acht Partien hat der Mittelstürmer bisher erzielt. Für den VfB ist die Wette mit dem 29-Jährigen bislang komplett aufgegangen. Bereits in der Vergangenheit hatte der Klub sich einmal um ihn bemüht. Seinerzeit noch ohne Erfolg. Nachdem es bei Facklam in den vergangenen drei Saisons nicht allzu gut lief, blüht er in Oldenburg nun wieder auf. Während des Probetrainings im Sommer überzeugte er den VfB davon, ihn unter Vertrag zu nehmen. "Wir kannten Mats schon lange und waren uns bei seiner Qualität sicher", berichtet Fossi. "Mit der Art und Weise, wie er sich hier präsentiert hat, hat er uns davon überzeugt, es zu machen."

In der Offensive liefert jedoch nicht nur Facklam ab. Auch Aurel Loubongo (fünf Tore), Rafael Brand (vier) sowie Julian Boccaccio und Linus Schäfer (jeweils drei) haben bereits mehrfach getroffen. Hier besitzt Fossi bei der Wahl der Aufstellung aktuell die Qual der Wahl.

Ganz anders schaut dies indes aktuell in der Defensive aus. Die beiden Innenverteidiger Leon Deichmann (Muskelbündelriss) und Marc Schröder (Innenbandanriss) fallen aktuell ebenso aus wie Nick Otto (Bauchmuskelprobleme).

Gegen den HSC Hannover hat es nun auch Rechtsverteidiger Ngufor Anubodem, der bereits nach zehn Minuten ausgewechselt werden musste, erwischt. Bei ihm müssen noch die MRT-Ergebnisse abgewartet werden. Anubodems Ersatz wäre im Normalfall Patrick Möschl. Der Kapitän des VfB leidet allerdings unter Problemen im hinteren Oberschenkelbereich und wurde nun auf unbestimmte Zeit aus dem Trainingsbetrieb herausgenommen. Da auch Nico Knystock aussetzen musste, half zuletzt Brand als Linksverteidiger aus.

Am Freitagabend bei BW Lohne wird Fossi erneut puzzeln müssen. Die Innenverteidigung dürften wieder Nico Mai und Ermal Pepshi bilden. Als Rechtsverteidiger könnte, wie gegen den HSC Hannover, der 20-jährige Louis Hajdinaj als Ersatz für Anubodem fungieren. Die arriviertere Variante wäre indes, Knystock als Rechtsverteidiger und Brand erneut als Linksverteidiger aufzubieten.

Vereinslos-Transfer als Notlösung?

Womöglich gehört auch Otto in Lohne bereits wieder dem Kader an. Schröder kann zudem eventuell in der kommenden Woche zurückkehren. Nicht ausgeschlossen ist, dass der VfB in der Defensive mit einem aktuell vertragslosen Spieler nochmal nachlegt, um auf die Ausfälle zu reagieren. "Wir schauen uns die Situation natürlich an", sagt der Sportliche Leiter Sebastian Schachten. Unter Vertrag genommen hat der VfB derweil den offensiven Flügelspieler Sohei Iwasaki. Der 19-jährige Japaner hat mit seiner Technik und seiner Schnelligkeit überzeugt. Als Perspektivspieler soll er über Kurzeinsätze herangeführt werden.

„Lohne ist gegen uns sehr angeknipst und macht gegen uns meistens die besten Spiele.“ (Dario Fossi)

In Lohne will der VfB die Tabellenführung verteidigen. Die Lohner haben den Oldenburgern in der jüngsten Vergangenheit allerdings schon einige Male das Leben schwergemacht. Nach der 2:6-Niederlage gegen Werder Bremen II und dem bereits zuvor verpatzten Auftakt in die Saison könnten die Oldenburger dieses Mal allerdings auf eine verunsicherte Mannschaft treffen. "Lohne ist gegen uns sehr angeknipst und macht gegen uns meistens die besten Spiele. Es wäre aber jetzt fatal, zu sehr nach Lohne zu blicken. Sie müssen die Lichter erstmal anknipsen, und da sind wir ihnen als Gegner vielleicht gerade recht", sagt Fossi. "Wir wollen natürlich da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Wir wissen aber auch, dass es schwer wird."