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Vor dem Stadtduell mit Hertha BSC II: Sperren belasten den BFC Preussen

kicker

Zwei Siege, zwei Remis und drei Niederlagen: Mit dieser Bilanz wartet Aufsteiger BFC Preussen nach knapp einem Fünftel der Saison 2025/26 in der Regionalliga Nordost auf. Dies ergibt einen Schnitt von 1,14 Punkten pro Match. Damit rangieren die Berliner auf Tabellenplatz 12, haben auf den ersten sicheren Abstiegsplatz sieben Zähler Vorsprung. "Mit dem Auftreten in der Saison bisher bin ich zufrieden. Wir hätten aber zwei bis drei Punkte mehr haben müssen", bilanziert BFC-Sportchef Pierre Seiffert.

Die Berliner mussten zum Auftakt der englischen Woche eine 2:4-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Erfurt hinnehmen. "Wir sind einfach noch nicht so weit, einen von oben zu schlagen, aber wir sind nicht weit weg", sagte BFC-Trainer Daniel Volbert gegenüber Ostsport.TV. In der Folge warten noch im Stadtduell am Mittwoch Hertha BSC II (13.) und am Samstag Spitzenreiter Hallescher FC auf den Aufsteiger. "Für uns war das Duell gegen Erfurt wegweisend. Wir haben gesehen, dass wir gegen eine Top-Mannschaft in der Liga mithalten können", so Seiffert. "Es war ein Spiel auf Messers Schneide. Am Ende haben wir als Aufsteiger Lehrgeld gezahlt."

Zu viele defensive Fehler

Die Berliner, die zumeist in dieser Spielzeit in einem 4-4-2 oder 4-2-3-1 agieren, waren gegen den Tabellendritten aus Thüringen gut in der Partie. Trotz einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung musste der Liganeuling am Ende aber doch noch eine Niederlage hinnehmen. Denn die Hauptstädter machten vor allem in der Defensive in der Summe zu viele Fehler und luden die Erfurter - immerhin die beste Offensivreihe der Liga - förmlich zum Toreschießen ein. "Wir haben in den entscheidenden Situationen zu inaktiv verteidigt", so Volbert, der seit August 2022 im Amt ist und den Verein im Sommer in die vierte Liga führte. Neben dem verlorenen Match wog vor allem die Gelb-Rote Karte für Abwehrspieler Lenny Stein schwer. Der 1,98 Meter große Innenverteidiger steht der Mannschaft somit gegen die "Hertha-Bubis" nicht zur Verfügung. Zudem muss BFC-Coach Volbert auf Offensivakteur Shean Mensah verzichten, der ebenso gesperrt (Rote Karte) ist.

Des Weiteren fällt Keeper Steffen Westphal nach seiner schweren Kopfverletzung aus der Partie gegen Chemnitz (1:1) noch längere Zeit aus. Seiffert rechnet mit einer Ausfalldauer von "zwei bis drei Monaten". Diese Position dürfte in Zukunft somit Karl Albers einnehmen, der bereits gegen Chemnitz und Erfurt für die Berliner zwischen den Pfosten stand. Doch zumindest gegen die Erfurter blieb Albers nicht fehlerfrei.

Offen ist dagegen vor dem Stadtduell weiterhin der Einsatz von Kapitän Patrick Breitkreuz. Der Offensivspieler musste zuletzt gegen Erfurt verletzt pausieren. Seiffert: "Es ist eine 50:50-Chance, dass er gegen Hertha II spielen kann." Schwer einzuschätzen ist für den BFC-Sportchef ebenso, in welcher Konstellation die Zweitliga-Reserve der Hertha im Preussenstadion in der Malteserstraße auflaufen wird. "Hertha BSC II ist eine Wundertüte. Dennoch, denke ich, will der Gegner viel Ballbesitz haben", meint der BFC-Sportchef, dessen Mannschaft zuletzt zweimal in Folge ohne Sieg blieb. Zeit, an dieser Bilanz etwas zu ändern.