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Warum Österreich trotz des Erfolgs in Zenica nicht Tabellenführer ist

kicker

Vier Spiele, vier Siege: Das österreichische Nationalteam ist der WM 2026 nach dem 2:1-Auswärtserfolg in Zenica bereits ziemlich nahe. "Es war ein großer Schritt zur WM, wir sind nicht mehr auf andere Ergebnisse angewiesen", meinte Teamchef Ralf Rangnick im ORF-Interview nach dem Match gegen Bosnien-Herzegowina, das vor dem Aufeinandertreffen mit der ÖFB-Elf ebenfalls eine makellose Bilanz gehabt hatte - und die Gruppe H bei einem Spiel mehr als Österreich trotz der ersten Niederlage weiterhin anführt.

Doch warum eigentlich? Anders als beispielsweise in der jüngsten EM-Qualifikation ist in der WM-Qualifikation bei Punktgleichheit zweier oder mehrerer Teams zunächst nicht der direkte Vergleich für die Tabellenplatzierung ausschlaggebend. Stattdessen entscheidet die Tordifferenz aller Spiele über die Position in der Gruppe. Und diese ist bei Bosnien-Herzegowina (11:3) nach wie vor besser als bei Österreich (9:2).

Keine Chance über Nations-League-Weg

Die Ausgangssituation ist für die Rangnick-Elf freilich dennoch eine hervorragende. Zum ersten Mal überhaupt startete Österreich mit vier vollen Erfolgen in eine EM- oder WM-Qualifikation. Beim nächsten Doppel-Termin treffen David Alaba und Co. zuhause auf San Marino (9. Oktober, 20.45 Uhr) und auswärts auf Rumänien (12. Oktober, 20.45 Uhr), ehe rund einen Monat später die Begegnungen auf Zypern (15. November, 18 Uhr) und gegen Bosnien-Herzegowina (18. November, 20.45 Uhr) anstehen.

Sollten nach dem letzten Spieltag mehrere Teams punktgleich sein und diese zudem die gleiche Tordifferenz aufweisen, entscheidet die Anzahl der geschossenen Tore in allen Spielen. Erst danach wäre das direkte Duell der punktgleichen Mannschaften ausschlaggebend. Als Zweiter ginge es für Österreich in die Play-offs, wo neben den zwölf Gruppenzweiten der WM-Qualifikation die vier am besten platzierten Gruppensieger der Nations League 2024/25, die sich nicht als Erster oder Zweiter für die WM bzw. die Play-offs qualifiziert haben, um vier weitere WM-Tickets kämpfen. Über den Umweg Nations League hat die ÖFB-Elf übrigens keine Chance auf die Endrunde.