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Wechsel-Wirrwarr beendet: Okpala für Paderborn spielberechtigt

kicker

Es sei eine "einvernehmliche Lösung" gefunden worden, teilte der SCP mit, alle beteiligten Parteien unterschrieben den Transfervertrag.

Kennedy Okpala hatte kurz vor Weihnachten seinen Vertrag bei den Kurpfälzern fristlos gekündigt. Zuvor hatte sich der Waldhof trotz mehrfacher Aufforderung seitens der rechtlichen Vertretung von Okpala geweigert, den Transfer zum SC Paderborn zu realisieren. Eine vertraglich vereinbarte Ausstiegsklausel wurde unterschiedlich interpretiert.

Eigentlich sollte in der kommenden Woche ein nicht-öffentliches Schlichtungsverfahren beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) stattfinden, nachdem mindestens ein Verein laut kicker-Informationen die Schlichtungsstelle des DFB angerufen hatte. Dieses Gespräch wird mit der Vertragsunterzeichnung nun obsolet. Vor dem Transfer hatte dem Vernehmen nach Okpala seine fristlose Kündigung beim SV Waldhof zurückgenommen, so dass der Fußball-Zweiligist nun die vertraglich vereinbarte Ablösesumme von rund 550.000 Euro an den Drittligisten überweist. Im Extremfall hätte den notorisch klammen Kurpfälzern gar ein Komplettausfall der Ablösesumme gedroht, wenn ein Arbeitsgericht die fristlose Kündigung zugunsten von Okpala entschieden hätte.

Wie zu hören ist, hatte der SCP dem Waldhof Ende der Woche sein Transferangebot noch einmal befristet übermittelt. Ansonsten hätten die Ostwestfalen, bei denen sich Okpala bereits bis Freitag im Trainingslager im türkischen Belek befand und am Freitag via Hannover zurück nach Paderborn reiste, das Angebot nicht mehr aufrechterhalten und darüber auch nicht mehr verhandelt mit der Folge, dass der Zweitligist wohl einen ablösefreien Wechsel Okpala angestrebt hätte.

Zu der Transferzahlung hätte sich Paderborn bereiterklärt, um ein mögliches Restrisiko zu vermeiden, dass Okpala bis zum Sommer vom DFB keine Spielgenehmigung erhalten hätte. Dies wäre die mögliche Folge gewesen, trotz der wohl offenkundig eindeutigen juristischen Faktenlage wäre ein arbeitsgerichtliches Verfahren über das Ende der Transferperiode am 2. Februar hinaus anhängig. Zuvor war zu hören gewesen, dass Okpala eine Rückkehr zum Waldhof kategorisch ausschließt.

Beide Vereine im Trainingslager an der türkischen Riviera

Die klare Ansage des SCP, so ist zu hören, soll den Waldhof letztlich zum Einlenken bewogen haben. Beide Vereine weilten zuletzt im Trainingslager an der türkischen Riviera. Möglicherweise gab es vor Ort die entscheidenden Gespräche, wobei die Paderborner offenbar zu keinen weiteren Verhandlungen über die vertraglich festgelegten Konditionen bereit waren.

Der Waldhof war wohl zuvor noch weiter in die Defensive geraten, weil schriftliche Bestätigungen darüber vorlagen, dass die im Vertrag fixierte Ausstiegsklausel sowohl für das Sommer- als auch für das Wintertransferfenster vereinbart worden sei - also genau das, was die Okpala-Seite immer wieder betont hatte und genau dem Wortlaut entspreche, wie Okpalas Rechtsanwalt Horst Kletke und sein Berater Markus Peter zuvor versichert hatten.

Bis zuletzt soll der Waldhof diese indes so interpretiert haben, dass die Ausstiegsklausel nicht für das Wintertransferfenster gelte und auf einen geltenden Vertrag des 21-Jährigen gepocht. "Kennedy Okpala ist weiterhin Spieler des SV Waldhof", hatte der Verein noch vor der Abreise ins Trainingslager verlauten lassen. Durch eine bestimmte Anzahl an Einsätzen hatte sich der ursprünglich im Sommer auslaufende Vertrag Okpalas zuvor um ein Jahr verlängert.

Okpala in sozialen Medien teils massiv angegangen

Wie sehr das Tischtuch zwischen den Kurpfälzern und Okpala, der seit Sommer 2021 im Verein war und in der Hinrunde mit sieben Treffern und fünf Vorlagen mit Abstand bester Scorer beim Waldhof war, zerrissen ist, verdeutlicht auch der Wortlaut der Bekanntgabe des Transfers: Mit keinem Wort bedankt sich der Verein für die Leistung des 21-Jährigen, der in den vergangenen Tagen auf Social Media von den Fans teilweise massiv angegangen worden ist und mit seinen Toren im Endspurt der letzten Saison maßgeblich zum Klassenerhalt beigetragen hatte.