Am 25. August kommt es in der Premier League zu einem Montagabendspiel, das es in sich haben könnte. Newcastle United empfängt im Rahmen des 2. Spieltags Meister FC Liverpool, und aktuell ist nicht abzusehen, welche Rolle Alexander Isak dabei spielen wird: Läuft er für Newcastle auf? Für Liverpool? Spielt er schon woanders oder ist er - wenige Tage vor dem Ende des Sommer-Transferfensters - sogar nur Zuschauer?
Obwohl die Magpies seit Wochen darauf pochen, dass ihr Torjäger unverkäuflich sei, bahnt sich gerade immer deutlicher ein Poker um dessen Zukunft an. Isak, so heißt es in England inzwischen übereinstimmend, will Newcastle verlassen, am liebsten offenbar Richtung FC Liverpool. Die Reds schienen nach der 88-Millionen-Euro-Verpflichtung von Frankfurts Hugo Ekitiké erst einmal wieder aus dem Rennen zu sein, doch dann kam der FC Bayern.
Howe: "Hinter den Kulissen spielen sich einige Dinge ab"
Weil Luis Diaz vor dem Abschied gen München steht, haben die finanziell ohnehin gut aufgestellten Reds nicht nur bis zu 75 Millionen Euro mehr zur Verfügung, sondern auch eine Lücke im Kader, die geschlossen werden will. Kein Wunder also, dass man in Newcastle bald einen offiziellen Vorstoß für Isak erwartet.
Der 25-jährige Schwede, im Vorjahr mit 23 Treffern Zweiter der Torjägerliste hinter Mo Salah (29 Tore), ist nicht mit dem Newcastle-Tross zur Vorbereitungstour nach Asien geflogen und wird nach Aussage von Trainer Eddie Howe auch nicht mehr nachreisen. Weiterhin ist von einer kleinen Verletzung die Rede, wobei diese Version zunehmend bröckelt. "Hinter den Kulissen spielen sich einige Dinge ab. Er wird sich bewusst sein, dass er jeden Tag in den Nachrichten ist, und ich bin mir sicher, dass das für niemanden einfach ist", meinte Howe vielsagend.
Der Trainer hofft weiterhin auf einen Verbleib, doch im Klub selbst soll es inzwischen unterschiedliche Strömungen geben: Sollte man Isak mit aller Macht und Verweis auf dessen noch bis 2028 gültigen Vertrag halten oder lieber finanziell alles herausholen, was möglich ist? Laut The Athletic wären die Magpies erst ab etwa 170 Millionen Euro gesprächsbereit.
Eigentlich muss Newcastle Spieler kaufen statt verkaufen
Bei solchen Zahlen kommen nicht viele Klubs infrage, die ernsthaft um Isak buhlen können. Neben Newcastle gilt vor allem Al-Hilal als Option, das wie die Magpies Saudi-Arabiens Public Investment Fund gehört. Vergangene Woche berichtete der Guardian, Al-Hilal biete Isak knapp 700.000 Euro pro Woche - steuerfrei.
Klar ist aktuell nur: Isaks Abschied wäre der nächste schwere Rückschlag für Newcastle in diesem Transferfenster. Bei Ekitiké zog der Vorjahresfünfte ebenso den Kürzeren wie bei Torhüter James Trafford (Burnley), den es zu Manchester City zieht. Und auch bei Angreifer Yoane Wissa (Brentford) kamen die Macher noch nicht wirklich voran.
"Wir wissen, dass wir neue Spieler holen müssen. Das wissen wir schon seit langem", betont Howe. "Aber es war eine schwierige Transferperiode."