Der U-23-Kader von Borussia Dortmund nimmt mehr und mehr Gestalt an. Neben einem Rückkehrer präsentierte der BVB auch zwei neue Torhüter. Das Torwart-Team für die Regionalliga-Saison 2025/26 steht damit.
Joseph Boyamba kehrt nach fünf Jahren nach Dortmund zurück. Bereits zwischen 2018 und 2020 schnürte der Offensivspieler (59 Liga-Spiele, 24 Tore) die Fußballschuhe für den BVB-Nachwuchs. Der mittlerweile 28-Jährige soll nach Stationen bei Waldhof Mannheim, dem TSV 1860 München, der SV Elversberg und zuletzt RW Essen als Führungsspieler vorangehen. Ingo Preuß, Sportlicher Leiter der U 23, über den Rückkehrer: "Joseph bringt viele Facetten mit, die ein Führungsspieler in der U 23 liefern muss. Darüber hinaus wollen wir nicht auf seine Scorerpunkte verzichten."
Des Weiteren stoßen die beiden Torhüter Marcel Johnen und Yilmaz Aktas neu zum Team dazu. Gemeinsam mit Silas Ostrzinski (zwölf Drittliga-Einsätze), der seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat, komplettieren sie das Torhüter-Team der U 23.
Der 22 Jahre alte Johnen (elf Drittliga-Einsätze) kommt von Alemannia Aachen, wo der Schlussmann im vergangenen Jahr seinen Stammplatz zwischen den Pfosten verloren hatte. "Marcel hat bewiesen, dass er auf diesem Dritt- und Viertliga-Niveau ein Top-Torwart sein kann", so Preuß. Aktas, der ebenfalls 22 Jahre alt ist, war dagegen zuletzt vereinslos. Er lief im Nachwuchs für den 1. FC Köln, Fortuna Köln, Trabzonspor und Galatasaray Istanbul auf. Beide Neuzugänge haben für zwei Jahre unterschrieben.
Sechs U-19-Spieler hochgezogen
Mit Arne Wessels steht zudem bereits seit der Winterpause ein weiterer Zugang fest. Der 19-jährige Stürmer wurde im Anschluss an seine Verpflichtung direkt an seinen Heimatklub ausgeliehen. In 30 Spielen für die SpVgg Schonnebeck lieferte der Angreifer in der Oberliga satte 51 Scorerpunkte - traf 34-mal selbst und bereitete weitere 17 Treffer vor. Zuvor hatte der BVB Offensivakteur Bennedikt Wüstenhagen vom BFC Dynamo bereits für seine U 23 verpflichtet.
Künftig dürfen sich bei den Schwarz-Gelben zudem Tyler Meiser, Elias Benkara, Ousmane Diallo, Pharell Kegni, Nick Cherny und Mussa Kaba in der U 23 beweisen. Das Sextett lief bisher überwiegend in der U 19 auf. Paul Schaffran, zukünftiger NLZ-Leiter, erklärt dazu: "Wir wollen unseren Jugendspielern schon frühzeitig die Möglichkeit bieten, sich auch außerhalb des Nachwuchsfußballs zu entwickeln."
Schon in der abgelaufenen Saison hätten beispielsweise mit Cherny und Diallo zwei A-Jugendliche erste Erfahrungen in der U 23 sammeln können. "Sie haben in der Rückrunde schon einige Spielminuten bekommen und daher ist es nur folgerichtig, dass sie in diesem Jahr komplett zu uns stoßen. So können sie die Herausforderungen des Seniorenfußballs annehmen und sich weiterentwickeln", erörtert Schaffran. U-23-Trainer Mike Tullberg ergänzt: "Mussa ist ein großes Talent, er war mit 15 Jahren schon Führungsspieler in einer Mannschaft voller älterer Spieler. Wir wollen den Jungen so gut wie möglich an den Erwachsenenfußball gewöhnen und wir trauen ihm jetzt zu, diesen Schritt zu gehen."
Auch bei Benkara und Meiser sei der Schritt nach zwei Jahren in der A-Jugend folgerichtig, so Tullberg weiter, der dazu Kegni als älteren U-19-Offensivspieler an den Herrenfußball heranführen will.