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"Wir müssen Ergebnisse liefern": Wochen der Wahrheit für Hertha Zehlendorf

kicker

Der Kapitän ist zurück bei Hertha 03 Zehlendorf. Der Nordost-Regionalligist musste in den ersten drei Saisonspielen noch auf Sven Reimann verzichten. Der 31-Jährige fiel mit einer Gürtelrose am Kopf aus und verpasste die Duelle gegen die VSG Altglienicke (0:2), den BFC Preussen (0:2) und den Halleschen FC (1:5).

Seit Spieltag Nummer 4 ist der Defensivakteur wieder fit und kann seine Mannschaft auf dem Feld unterstützen. Doch auch mit Reimann setzte es zunächst zwei Niederlagen gegen Lok Leipzig (0:1) und Carl Zeiss Jena (0:4). "Wir hatten ein hartes Auftaktprogramm. Es war nicht so einfach. Den einen oder anderen Punkt mehr hätte ich mir aber erhofft", meint der Kapitän der kleinen Hertha. Zumindest im Stadtduell gegen Hertha BSC II klappte es beim 2:2 mit einem Punktgewinn.

„Diese Partien dürften entscheidend über den restlichen Saisonverlauf sein“ (Sven Reimann)

Zudem konnten sich die Berliner zuletzt im Landespokal etwas Selbstvertrauen holen, gewannen in der 2. Runde mit 4:0 gegen den A-Kreisligisten Blau-Weiß Mahlsdorf/Waldesruh. Doch nach der Pokalpause werden die Gegner für den Abstiegskandidaten in der 4. Liga weitaus schwieriger sein. Zumal die Berliner, bei denen Coach Steffen Israel weiter die Rückendeckung der Vereinsführung genießt, mit den folgenden Spielen gegen den ZFC Meuselwitz (13. September), FSV Luckenwalde (16. September) sowie FC Eilenburg (26. September) und SV Babelsberg (5. Oktober) auf vermeintlich direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt treffen.

Dazwischen geht es für die kleine Hertha noch gegen den FSV Zwickau (19. September). "Nach diesen Spielen wissen wir, wo wir stehen. Diese Partien dürften entscheidend über den restlichen Saisonverlauf sein", meint Reimann. "Entweder du stehst weiter unten, bist abgeschlagen - oder du kannst mithalten."

Vorne harmlos, hinten löchrig

Derzeit sind die Berliner Tabellenvorletzter, lediglich mit einem Punkt auf dem Konto - und dem schlechtesten Torverhältnis der Liga. In den sechs Meisterschaftsspielen gab es gleich 16 Gegentore. Und das, obwohl die Hauptstädter zumeist mit einer Fünferkette in der Defensive verteidigen.

„Es gab einen größeren Kaderumbruch und auch einen neuen Trainer. Das braucht seine Zeit. Aber dies ist nun vorbei und wir müssen Ergebnisse liefern.“ (Sven Reimann)

Dazu erzielten die Berliner lediglich drei Treffer selbst. Ebenso der schwächste Wert der Staffel. "In der Sommerpause hat sich bei uns einiges getan. Es gab einen größeren Kaderumbruch und auch einen neuen Trainer. Das braucht seine Zeit. Aber dies ist nun vorbei und wir müssen Ergebnisse liefern. Da brauchen wir nicht drumherumreden", sagt Reimann, der seit 2023 im Verein ist und mit den Berlinern ein Jahr später den Aufstieg in die 4. Liga schaffte.

Der Hertha-03-Kapitän sieht den Kader im Vergleich zur Vorsaison als "erfahrener" an, sagt zudem: "Wir sind eine homogene Mannschaft." Doch nun gilt es schnell Erfolgserlebnisse einzufahren. Die Berliner sind neben Schlusslicht BSG Chemie Leipzig als einziges Team noch sieglos. Zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison hatte der damalige Aufsteiger immerhin schon zehn Zähler gesammelt.

Die nächste Chance auf den ersten Saisondreier in der aktuellen Spielzeit haben die Berliner bereits am Samstag auswärts gegen den Tabellen-13. aus Meuselwitz, der jedoch zuletzt mit 3:2 gegen Hertha BSC II gewann und seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte. "Da müssen wir vor allem hinten stabil stehen und unsere Chancen nutzen. Für uns ist jeder Auswärtspunkt ein Erfolg."