"Hofmann hat nach wie vor Probleme", fing Pele Wollitz am Mittwoch die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart II am kommenden Freitag (19 Uhr) an, "es fällt jetzt auch diese Woche eine Entscheidung, ob diese sogar operativ behoben werden." Zudem steht Nyamekye Awortwie-Grant nach seiner Gelb-Roten Karte nicht zur Verfügung.
Die Personalien waren damit geklärt, nachdem alle anderen im Training waren. "Kleine Wehwehchen, nichts, was beeinträchtigen würde", so der Stand vor der Partie gegen den VfB II. Wehwehchen hatte Wollitz selbst, als er auf die Niederlage in Verl zurückblickte. "Enttäuscht über uns selbst", sei der Coach, weil "wir bis zum 1:1 eigentlich als Sieger ausgesehen haben". Ein Doppelschlag von Chilohem Onuoha binnen zwei Minuten stellte den Spielverlauf aber auf den Kopf.
Mehr als siebeneinhalb Stunden Frust
"Wenn eine Kette von Fehlern passiert, die dann so verwertet werden, dann fährst du siebeneinhalb Stunden nach Hause, kommst morgens hier an und hast noch mehr Frust", ärgerte sich Wollitz auch drei Tage später noch. Die Ursache liegt für ihn auf der Hand: "Am Sonntag sind am Ende sieben Spieler auf dem Platz, die teilweise gar keine Vorbereitung gemacht haben oder später nach der Vorbereitung gekommen sind."
Und Wollitz hofft nun, "dass die Spieler irgendwann so weit sind, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, dass man permanent spielen kann". Für ihn "gilt es, am Freitag all die Basics, das Körperliche und hoffentlich die richtige Mischung für das Spiel zu finden". Um dann wieder auf Verl und die verpasste Chance zurückzukommen, die Abstiegszone weit zu distanzieren: "Deswegen ärgert es mich maßlos, dass wir die zehn Punkte Abstand nicht haben. Das wäre schon ein Faustpfand geworden nach sieben Spielen."
Gegen den VfB II gilt es nun, gleich wieder in die Spur zu finden. Oder gibt es ein böses Erwachen wie beim 1:4 bei der TSG Hoffenheim II? "Hoffenheim war nach einem großen Ereignis gegen Hannover (1:0 im DFB-Pokal, Anm.d.Red.). Und Stuttgart II (0:2 2024/25) war nach einem großen Ereignis, nach dem Klassenerhalt mit 48 Punkten nach 24 Spielen", blickte er auf die beiden Niederlagen zuletzt gegen Zweitvertretungen zurück - "da kann man schon einen Zusammenhang finden, oder? Damit habe ich alles beantwortet."
Jetzt muss sein Team nur noch die Frage nach den drei Punkten gegen den VfB II beantworten.