Acht Zugänge stehen bei Hansa Rostock in diesem Sommer bereits auf der Habenseite, der Kader für die neue Drittliga-Saison steht weitestgehend - nur ein Linksaußen könnte laut Sportchef Amir Shapourzadeh noch kommen, wie er bereits Ende Juni in der Ostsee-Zeitung verriet.
Das Trainingslager in Neuruppin begann am Montag noch ohne weiteren Neuzugang, dafür vermeldete die Kogge am Dienstag nun personelle Veränderungen. Wenn auch nicht am Kader. Stattdessen wird Julius Ohnesorge, seit Sommer 2024 als Technischer Direktor Sport in Rostock tätig, den Verein auf eigenen Wunsch verlassen, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Der 33-Jährige schließt sich dem dänischen Erstligisten Bröndby IF an.
Neben diesem Abgang hat die Kogge allerdings auch einen Neuzugang in der sportlichen Abteilung des Vereins zu vermelden: Ben Zolinski kehrt in neuer Funktion zu seinem Ausbildungsverein zurück. In Kürze wird der 33-Jährige ein Studium im Bereich Sportmanagement beginnen, parallel im sportlich-strategischen Bereich des FC Hansa arbeiten "und seine langjährige Erfahrung und sein Wissen aus der Spielerperspektive einbringen", wie der Verein bekanntgab.
Karriereende nach 210 Spielen in der Bundesliga, 2. Liga und 3. Liga
Zolinski durchlief die Rostocker Jugendmannschaften und feierte auch sein Profi-Debüt im Hansa-Trikot, bevor es ihn unter anderem nach Paderborn, Aue und Kaiserslautern verschlug. Insgesamt absolvierte der Außenbahnspieler 28 Bundesliga-Spiele (3 Tore), 106 Partien in der 2. Liga (11 Tore), 76 Drittliga-Spiele (15 Tore) sowie 14 Einsätze im DFB-Pokal (2 Tore). Zuletzt stand er bis Sommer 2024 beim FCK unter Vertrag, im DFB-Pokal-Finale gegen Bayer 04 Leverkusen (0:1) stand er in der Startelf.
"Ben ist ein echtes Hansa-Gewächs, ein Junge aus der Region, der den Verein und das gesamte Umfeld bestens kennt und sich stark mit dem FC Hansa identifiziert", freut sich Shapourzadeh. "Durch seine über 13 Jahre als Profifußballer hat er ein tiefes Verständnis für die Anforderungen auf und neben dem Platz." Das Studium und Zolinskis Tätigkeit für Hansa sei ein "perfekter Rahmen für seinen Einstieg ins Fußball-Management".