Nach nur einem Punkt aus den ersten zwei Partien hatte sich Mannheim von Trainer Dominik Glawogger getrennt. Der Abstiegskampf in den letzten beiden Spielzeiten hat beim Waldhof nach der Rückkehr 2019 in die 3. Liga wohl Spuren hinterlassen und zum schnellen Handeln animiert. Es folgten zwei Siege, die Gerhard Zuber letztlich "zufrieden" stellten, wie er im kicker-Interview verrät, "auch wenn es schwierig ist, wenn man nach zwei Spielen den Trainer wechselt".
"Wir hatten ein bisschen Glück", ordnet der SVW-Geschäftsführer die beiden Siege unter dem neuen Trainer Luc Holtz ein. "Der Weg, den wir eingeschlagen haben, stimmt mich sehr positiv", fügte Zuber aber an. Dem neuen Coach rechnet der 49-Jährige einen "riesengroßen" Anteil daran an und lobt die "brutale Erfahrung" von Holtz. "Das ist eines der wichtigsten Dinge, die man im Fußball einbringt."
Und die Mannheim über den starken Start mit Holtz hinaus langfristig wieder in höhere Gefilde bringen soll. "Wir wollen uns peu à peu verbessern", so Zuber. "Die Vision ist, den Verein wieder zweitligatauglich zu formen."
Mannheim will "weniger ausrechenbar" sein
Mit dem zurückliegenden Transferfenster zeigt er sich entsprechend zufrieden. "Wir haben das, was wir umsetzen wollten, umgesetzt und gute Spieler dazubekommen." Dass die Neuen dieses Mal eher aus dem Ausland kamen, ficht Zuber nicht an: "Man muss andere Wege gehen, damit man weniger ausrechenbar wird. Man findet viel Qualität auch in anderen Ländern - schlussendlich geht es immer um das richtige Profil."
Und um Punkte auf dem Platz. Sieben hat Waldhof in den ersten vier Spielen gesammelt, Platz 6 ist die beste Platzierung nach vier Runden seit dem Wiederaufstieg. Die Richtung für die Vision, nach 22 Jahren ins deutsche Unterhaus zurückzukehren, stimmt schon mal in Mannheim.