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Überflieger Eichstätt: Volle Tribünen und volles Punkte-Konto

kicker

Das erhöhte Zuschauerinteresse macht sich beim VfB Eichstätt nach dem Aufstieg deutlich bemerkbar. In zwei der bislang vier Heimspiele säumten mehr als eintausend Zuschauer das Stadionrund des HIRSCH-Sportparks. Gegen den SV Wacker Burghausen waren 1.015 Besucher in die Domstadt gekommen, gegen den Spitzenreiter SpVgg Unterhaching waren es zuletzt sogar 1.820 Fans. Im Durschnitt wurden 1.049 Besucher gezählt, was - Stand jetzt - eine deutliche Steigerung zu den beiden vorhergehenden Bayernliga-Spielzeiten (Saison 2024/25: 445 Zuschauer; 2023/24: 377 Zuschauer) ist.

Nach dem Aufstieg waren bereits rund ein Drittel mehr Dauerkarten abgesetzt worden, wie Marco Schiebel verrät. Für den Eichstätter Sportvorstand liegt das momentan gesteigerte Interesse jedoch vor allem "am schönen Wetter, an den Gegnern, der Euphorie und den guten Leistungen der eigenen Mannschaft." Beim VfB ist man sich nämlich bewusst, dass weniger namhafte Mannschaften bei herbstlicher Tristesse und ungemütlicher Witterung weniger Zuschauer anlocken werden und den Schnitt nach unten sinken lassen.

Dagegen werden Teams wie der FC Bayern München II oder der 1. FC Nürnberg II - wie die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt hat - wieder kräftige Zugpferde sein. "Ich persönlich erhoffe mir, dass wir am Saisonende einen Zuschauerschnitt von 600 erreichen", sagt Schiebel.

Mehreinnahmen decken wichtige Nebenkosten

Wer indessen glaubt, dass die generierten Mehreinnahmen durch den Ticketverkauf und dem damit einhergehenden Gewinn beim Catering beim sportlichen Leiter Tobias Grimm, der federführend für die Kaderzusammenstellung ist, Dollarzeichen in den Augen hervorrufen, wird eines Besseren belehrt. "Diese zusätzlichen Einnahmen werden nämlich benötigt, um außerplanmäßige Kosten wie den aufwändigen Umbau des Stadions, höhere Schiedsrichterkosten, Abgaben an den Bayerischen Fußballverband und Mehrkosten bei Sicherheitsspielen zu decken", stellt Schiebel klar.

„Mit attraktivem und erfolgreichem Fußball wollen wir die Zuschauer auch weiterhin mitnehmen und begeistern.“ (Dominik Betz)

Für VfB-Trainer Dominik Betz und seine Schützlinge ist es derweil jedes Mal aufs Neue "ein geiles Gefühl", vor so stattlichen Kulissen spielen zu dürfen. "Mit attraktivem und erfolgreichem Fußball wollen wir die Zuschauer auch weiterhin mitnehmen und begeistern", sagt Betz - und meint damit explizit nicht nur die Heimspiele, sondern auch die Auswärtsduelle in Stadien mit einem noch viel größeren Fassungsvermögen.

Den nächsten Halt macht der VfB dabei am Samstag (14 Uhr) im Hans-Walter-Wild-Stadion bei der SpVgg Bayreuth, die in der Tabelle einen Zähler hinter dem VfB liegt. "Die Bayreuther sind eine absolute Qualitätsmannschaft mit einigen Drittliga-erfahrenen Akteuren in ihren Reihen. Auch haben sie eine Fangemeinschaft, die in der Regionalliga ihresgleichen sucht", hebt der Eichstätter Coach anerkennend hervor.

Meixner fehlt nach OP länger

Der 39-jährige Übungsleiter muss in den kommenden Wochen und wohl auch Monaten auf Timo Meixner verzichten, der sich in der Vorwoche schwer verletzte und nun wegen einer "strukturellen Verschiebung in der Schulter", so erklärt es sein Coach, einer Operation unterziehen muss. Meixner war im Sommer 2022 vom SC 04 Schwabach zum VfB gewechselt und etablierte sich sofort als Stammspieler; er bestritt seitdem 48 Bayernliga-Partien (sechs Tore) und kommt auf 32 Regionalliga-Spiele (ein Tor). Der nächste Einsatz muss warten.