"Ich denke, wir haben uns in der Abwehr stärker konzentriert. Das war das Wichtigste. In der ersten Halbzeit haben wir noch viele Tore auf der rechten Seite kassiert. In der zweiten war das nicht mehr der Fall", betonte Serbiens Delegationsleiterin Andrea Lekic gegenüber handball-world.
"Wir haben nach der ersten Halbzeit darüber gesprochen, dass wir die Abwehr umstellen müssen", sagte Serbiens Dragana Cvijic, die vor allem ihre Positionskolleginnen auf der anderen Seite lobte. "Sie haben drei tolle Kreisläuferinnen. Man muss viel um sie herum arbeiten. Es ist nicht einfach gegen sie zu spielen."
Nach einer ausgeglichenen Anfagnsphase schien Spanien das Spiel in den Griff zu bekommen, zog zur Pause auf 19:17 und nach dem Wiederanpfiff gar zum 25:19 weg. "Wir haben nicht aufgegeben. Wir haben wie verrückt gekämpft, vor allem in den letzten fünfzehn Minuten", sagt Cvijic.
Mit der Siegermentalität von Lekic
"Wir haben ein starkes Vertrauen in dieses Team. Wir hatten vor dem Turnier schon ein gutes Turnier in Norwegen. Ich habe stark dem Team vertraut, weil sie so viel Energie besitzen. Heute haben sie das bis zum Ende gezeigt", sagt Lekic.
Ihre einstige Mitspielerin aus dem Nationalteam und vom FTC Budapest betonte aber auch die Bedeutung der ehemaligen Welthandballerin auf der spanischen Bank. "Andrea hat gesagt, dass wir es schaffen. Das ist ihre Siegermentalität", so Cvijic. "Es bedeutet mir sehr viel, dass sie auf der Bank ist. Als ich müde war, hat sich mich aufgerichtet."
In der Schlussviertelstunde kippte das Spiel noch einmal, auch weil am Ende Jovana Risovic mit 11/2 Paraden zur Matchwinnerin wurde. Dabei wurde Serbiens Schlussfrau noch elf Minuten vor dem Ende beim Stand von 27:22 von Jennifer Gutierrez am Kopf getroffen.
"In dem Moment haben wir alle das Gefühl, dass Jovana wirklich ins Spiel gekommen ist. Sie hat in den letzten zehn Minuten wirklich stark gehalten. Wenn man so einen starken Rückhalt hat, dann ist alles möglich."
"Ein großer Schritt" für Serbien
"Es ist ein großer Schritt für uns. Wir haben jetzt vier Punkte. Wir halten unsere Hoffnung und Träume lebendig. Wir hoffen auf das Viertelfinale. Ich glaube, dass wir es in die Top8 schaffen können", so Lekic und Cvijic geht noch einen Schritt weiter. Der Sprung ins Viertelfinale "wäre für Serbien wie eine Goldmedaille", doch die Kreisläuferin ist erfahren genug und betont: "Wir wollen Schritt für Schritt weitergehen."
Entsprechend enttäuscht war Spaniens Linksaußen. "Wir haben fast das gesamte Spiel geführt, aber in den wichtigen Momenten steht das Ergebnis gegen uns", so Gutierrez. "Wir haben ein paar Möglichkeiten gegen die Torhüterin verpasst. Es war eine schlechte Erfahrung."
Den Kampf um das Weiterkommen wollen die Ibererinnen aber noch nicht aufgeben. "Es ist noch alles möglich, auch wenn es nur eine kleine Chance ist. Wir haben noch zwei Spiele, zwei Kämpfe", so die ehemalige Dortmunderin, die sich über die Rückkehr in die alte Wirkungsstätte freute. "Es ist schön wieder hier in der Stadt zu sein. Ich war lange nicht mehr hier, aber ich habe sehr schöne Erinnerungen."
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