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Keine OP, dafür Reha: So hart schuftete Palicka für die Heim-EM

kicker

Mit 39 Jahren gehört Andreas Palicka zu Schwedens Kader für die Handball-EM, doch der Start bei seinem 14. Großturnier hing am seidenen Faden. Der Routinier hatte sich im September eine Ellenbogenverletzung zugezogen.

Das genaue Ausmaß ist weiterhin unbekannt, doch wie der schwedische Fernsehsender SVT berichtet, gab es zwei Optionen für den Weltklasse-Keeper. Entweder eine Operation mit einer sechsmonatigen Reha oder eine kürzere Reha, um an der EM 2026 teilnehmen zu können.

"Es war die letztere Option, und sie wurde zu einem Ansporn und einer treibenden Kraft. Von diesem Tag an arbeitete ich fleißig. Es geht ein wenig um Integrität, dass ich nicht genau sagen möchte, was es war, aber der Schaden war schwerwiegend", sagt Palicka gegenüber SVT.

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Anstrengende Reha statt Operation

Insgesamt zehn Wochen Reha und sieben harte Trainingseinheiten mit der schwedischen Handball-Legende Claes Hellgren brachten Palicka wieder in Schwung. Unter anderem konnte er in der EHF Champions League auch dazu beitragen, dass seinem Klub Kolstad der Sieg über die zuvor noch ungeschlagenen Füchse Berlin gelang.

"Bei vielen der Übungen, die man macht, endet man hinterher in der Ecke in einer Fötusstellung. Aber ich bin dankbar, dass ich in meinem Alter noch diese Reaktion aus meinem Körper herausholen kann. Und ich bin stolz darauf, für diese erstaunliche Sache, die vor uns liegt, infrage zu kommen. Ich bin ein glücklicher Mensch", sagt Palicka.

Kurzer Schock bei Brasilien-Test

Beim gestrigen 33:24-Sieg über Brasilien musste der Schlussmann allerdings noch einmal um die EM-Teilnahme zittern. Nach einem Gesichtstreffer musste der 39-Jährige vom Parkett, bei Schwedens Handballverband sieht man die Turnierteilnahme aber nicht gefährdet. "Ich bin dankbar das ich schnell einen Spezialisten treffen konnte der uns beruhigen konnte", so Palicka in einer Verbandsmitteilung.

"Andreas musste schnell zu einem Augenspezialisten und es wurde festgestellt, dass er eine Blutung hat. Trainiert wird er in den kommenden Tagen nicht, aber wir hoffen, dass er nach einer neuen Bewertung Anfang nächster Woche wieder im Training sein kann und für Spiele bei der EM-Premiere bereit sein kann", wird Mannschaftsarzt Arnar Sigurdsson in einer Verbandsmitteilung zitiert.

Wird Palicka Milosavljev-Nachfolger in Berlin?

Sein aktueller Vertrag bei Kolstad läuft noch bis 2028, doch Norwegens Meister hat aufgrund finanzieller Schwierigkeiten um Gehaltsreduzierungen gebeten. Das könnte die Tür öffnen für einen erneuten Wechsel in die Handball-Bundesliga. Der Schlussmann, der schon für den THW Kiel (2008 bis 2015) und die Rhein-Neckar Löwen (2016 bis 2021) spielte, soll laut Medienberichten bei den Füchsen Berlin der Nachfolger von Dejan Milosavljev werden.