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Nach dem Wetzlar-Aus: Ilic will zurück auf die Bundesliga-Bank

kicker

Am 11. Dezember 2025 trennten sich die Wege von Momir Ilic und der HSG Wetzlar - nach 223 gemeinsamen Tagen. Danach zog sich Ilic zurück, war in seinem Heimatland Serbien.

"Haben alles versucht"

"Wir haben alles versucht", blickt der 44-Jährige im Gespräch mit handball-world auf seine erste Trainerstation in der Bundesliga zurück. Ilic war nach vielen Gesprächen mit den Klub-Verantwortlichen Jasmin Camdzic (Sportlicher Leiter), Björn Seipp (Geschäftsführer) und Martin Bender (Aufsichtsrat-Chef) zurückgetreten.

Nach den ernüchternden sechs Bundesliga-Spielen zum Abschluss der Saison 2024/25 war die erste "richtige" Spielzeit des damals neuen Wetzlar-Trainers eigentlich verheißungsvoll gestartet: Da sind stellvertretend das Unentschieden gegen die SG Flensburg-Handewitt (33:33), die über weite Strecken ordentliche Leistung gegen den THW Kiel (30:34) und der Sieg gegen den SC DHfK Leipzig (25:24) zu nennen.

"Wir haben überragend angefangen und dann kamen die Spiele gegen den Bergischen HC und den Handball Sport Verein Hamburg", so Ilic. Auf die 28:35-Pleite beim Aufsteiger folgte eine 25:35-Klatsche vor heimischer Kulisse gegen Hamburg. Es waren zwei erschreckende Auftritte der Wetzlarer. Ilic führt als Gründe für die Negativserie (elf Pflichtspiel-Niederlagen in Serie) die Verletzungsprobleme (z.B. Dominik Mappes, Niklas Theiß und Jona Schoch) und den großen Umbruch in der Mannschaft an.

"Hoffe, dass sie drin bleiben"

Als die HSG trotz einer zuvor mutmachenden Leistung im Hessenderby bei der MT Melsungen zu Hause gegen die TSV Hannover-Burgdorf einen Horror-Abend erlebte, war Ilic klar, dass es nun "natürlich eine Reaktion" brauchte.

Diese lieferte er am Folgetag mit seinem Rücktritt. Wetzlar stand zu diesem Zeitpunkt mit nur fünf Pluspunkten auf dem vorletzten Tabellenplatz der Handball-Bundesliga. Unter Nachfolger Runar Sigtryggsson haben die Mittelhessen in den bisherigen drei Spielen einen Sieg gefeiert. "Ich wünsche der HSG alles Gute. Ich hoffe, dass sie drin bleiben", betont Momir Ilic.

Ilic ist inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Er wohnt mit seiner Familie weiter in Wetzlar. Den "Schock" (Zitat Ilic) des gescheiterten Projekts bei der HSG habe er verdaut. "Ich habe zehn Tage gebraucht und jetzt bin ich wieder fit", erzählt der ehemalige Weltklasse-Spieler. Er habe "Lust" und hoffe, bald wieder als Trainer in der Bundesliga unterzukommen.

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