Sich persönlich viel vorwerfen konnte Miro Schluroff nach dem Spiel gegen Serbien nicht. Er traf sechs seiner sieben Würfe und stellte mit einer Wurfgeschwindigkeit von 134,1 km/h einen EM-Rekord auf. Freude darüber suchte man aber vergeblich: "Ich hätte lieber Null aus zwanzig geworfen und mit einem Tor gewonnen, als so, wie es jetzt ist", sagte der Gummersbacher bei einem Medientermin.
Am ärgerlichsten laut Schluroff: "Wir haben nicht die nötige Wurfqualität am Ende gehabt. Die Aktionen waren die richtigen meiner Meinung nach." Von Pech wolle er aber nicht sprechen: "Ich will jetzt nicht die Schuld von uns abwälzen. Das war eine unfassbar schlechte Halbzeit, da brauchen wir nicht drüber reden. Das darf uns so nicht passieren."
Gislasons Auszeit: "Passiert"
Schluroff selbst war auch an der wohl bittersten Aktion des Spiels beteiligt. Er bediente Einläufer Juri Knorr am Kreis, Alfred Gislason bediente den Auszeit-Buzzer, weshalb der Treffer nicht zählte. "Vielleicht ist es auch eine ungewöhnliche Situation, Juri in einer ungewöhnlichen Berufsposition", nimmt er seinen Trainer in Schutz. "Alfred hatte das Gefühl, er muss eingreifen und uns nochmal einen neuen Input mitgeben. Das ist so, das gehört dazu, das passiert jedem", findet der 25-Jährige.
Gegen Spanien muss nun ein Sieg her, der auch nicht zu knapp ausfallen darf. "Kopf aus, Vollgas, gut vorbereitet auf dieses Spiel und dann mit 100 Prozent ins Spiel gehen", meint Schluroff. "Ich denke nichtsdestotrotz ist eine gewisse Lockerheit nicht ganz unwichtig. Ich probiere das natürlich wieder mit reinzubringen. Es ist nichts passiert bis jetzt", gibt er sich zuversichtlich.
mehr zur Handball-EM auf handball-world.news:» Der Spielplan der EM 2026» Die Tabellen der Handball-EM» Wo kann ich die EM 2026 im TV sehen?» Die Schiedsrichter-Ansetzungen der EM 2026» Vier Hallen in drei Ländern: Das sind die EM-Spielorte» Diese Top-Stars fehlen bei der EM 2026» Absolute Weltkasse: Das sind die Stars der EM» Stars der Zukunft: Die größten Talente der EM» Alle Schlagzeilen zur Handball-EM