Acht Wochen vor dem ersten Rennen der neuen Formel-1-Saison in Melbourne hat Audi seinen ersten Boliden in der Motorsport-Königsklasse vorgestellt. Der deutsche Hersteller ersetzt ab diesem Jahr den Sauber-Rennstall und bringt damit neue Dynamik ins Feld.
Die Autos bringen einige optische Veränderungen im Vergleich zum Vorgängermodell mit, vor allem der Frontflügel wurde neu designt. Die ersten Lackierungen präsentierten Red Bull und die Racing Bulls, auch Haas stellte den Wagen schon vor. Audi zog am Dienstagabend als viertes Team nach, in einem früheren Berliner Heizkraftwerk wurde der "R26" präsentiert. "Ein Moment, auf den wir seit vielen Jahren hingearbeitet haben", sagte Audi-Chef Gernot Döllner.
Grunddesign war bereits bekannt
Die Grundfarbe des Boliden ist silber, der hintere Teil ist schwarz mit einem roten Element an den Seitenkästen. Das Team hat sich für eine klare Trennung der Farben entschieden, in Titan, Carbon-Schwarz und Audi-Rot geht es ins erste Formel-1-Jahr. Prominent platziert ist zudem Hauptsponsor Revolut. Das Design hatte Audi schon vor einigen Wochen veröffentlicht, bei der Vorstellung in Berlin präsentierte das Team nun den finalen Boliden mit allen Sponsoren.
Nico Hülkenberg (38), der mit dem Brasilianer Gabriel Bortoleto (21) das Fahrerduo bilden wird, freut sich auf die Zukunft mit Audi. "Das ist ein Teil von etwas Großem. Für mich ist das eine große Chance", so der weiterhin einzige Deutsche im Fahrerfeld.
"Wir haben viel zu tun"
Der gezeigte "R26" wird aber nicht der sein, den man bei den kommenden Testfahrten sehen wird. Für gewöhnlich wollen die Teams noch nicht zu früh zeigen, welche Teile des Autos sie wie entwickelt haben. "Wir starten von bescheidenen Anfängen und haben ein ehrgeiziges Projekt vor uns. Wir haben viel zu tun bis zum ersten Rennen", sagte Teamchef Jonathan Wheatley. Ab 2030 will das Team um die WM mitfahren.
Vom 26. bis zum 30. Januar dürfen die Teams in Barcelona noch einmal hinter verschlossenen Türen auf die Strecke, im Februar (11. bis 13. und 18. bis 20.) wird dann noch zweimal in Bahrain getestet.