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Nach hitzigem Klassiker in Chicago: Johnson steht offen zur Packers-Abneigung

kicker

Der erste Playoff-Sieg der Chicago Bears seit 15 Jahren hatte nicht nur sportliche Bedeutung - er entlud auch eine Rivalität, die tief in der DNA der Franchise verankert ist. Nach dem Erfolg gegen die Green Bay Packers stellte Head Coach Ben Johnson klar: Seine emotionalen Worte waren kein Ausrutscher, sondern Ausdruck eines Selbstverständnisses.

Ben Johnson ließ keinen Zweifel an seiner Haltung. Nach seinem viralen Locker-Room-Video und dem demonstrativen Handshake mit Matt LaFleur bekräftigte der Bears-Coach: "Das ist eine Rivalität. Für die Stadt Chicago muss Green Bay ein Gegner sein - und ja, ich mag dieses Team nicht." Auch Klubbesitzer George McCaskey stehe hinter ihm; man sei "auf einer Linie".

Die emotionale Art kam bei der Mannschaft an. Linebacker Tremaine Edmunds sprach von einem "turned-up moment" und davon, dass Johnsons Authentizität Energie freigesetzt habe. Genau diese Emotionalität sei es, die in großen Spielen den Unterschied machen könne.

Einen Punkt wollte Johnson jedoch relativieren: die kurze Auseinandersetzung vor dem Spiel, als es nach einem Punt zu einem Wortgefecht kam. "Das will niemand sehen", sagte er. "Beide Teams waren hochgekocht."

Motivation durch Green Bay

Zusätzlichen Zündstoff lieferten Aussagen aus Green Bay in der Woche vor dem Spiel. Packers-Spieler wie Christian Watson und Keisean Nixon hatten öffentlich erklärt, Chicago in den Playoffs sehen zu wollen. Defensive Coordinator Jeff Hafley legte nach. Für die Bears war das zusätzliche Motivation. Packers-Safety Xavier McKinney nannte Johnson einen "Troll", lobte ihn aber gleichzeitig als Coach. Der sportliche Respekt bleibt - die Rivalität ebenso.

Es war erst das dritte Playoff-Duell zwischen den beiden Traditionsklubs und Chicagos erster Postseason-Sieg seit Januar 2011. "Wenn Chicago gegen Green Bay spielt, bedeutet das der Stadt und der Organisation alles", sagte Johnson. "Das nutzen wir - als Coaches und als Spieler."

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