Als der BFC Dynamo am Donnerstagnachmittag verkündete, dass Kevin Sommer auch in der kommenden Saison zum Regionalliga-Kader gehören wird, war das weit mehr als eine gewöhnliche Vertragsverlängerung. Vielmehr hatte es den Charakter einer logischen Fortsetzung einer außergewöhnlichen Verbindung. Denn wer die Beziehung zwischen dem 35-jährigen Torhüter und dem Berliner Traditionsklub beschreiben will, kommt an Begriffen wie "besonders", "außergewöhnlich" oder gar "einzigartig" kaum vorbei.
Regionalliga-Meister und Pokalsieger
Seit nunmehr drei Jahrzehnten trägt Sommer das Trikot des DDR-Oberliga-Rekordmeisters. Im Jahr 1995, im Alter von fünf Jahren, schloss er sich dem BFC an, durchlief sämtliche Jugendmannschaften des Vereins und wurde im Jahr 2007 von Volkan Uluc, mittlerweile Trainer in Jena, in die Herrenmannschaft hochgezogen. 18 Jahre im Seniorenbereich später blickt Sommer auf eine bemerkenswerte Karriere zurück - eng verwoben mit der Geschichte seines Klubs.
52 Einsätze in der Regionalliga Nordost, sechs Titel im Berliner Landespokal und die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost im Jahr 2022 "sind nur einige Meilensteine der langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit", wie auch der Verein auf seiner Website betont.
Die aktuelle Vertragsverlängerung hat vor allem symbolischen Charakter. Ein Zeichen für Beständigkeit und Loyalität. Sportlich spielte Sommer zuletzt nur noch eine Nebenrolle: Hinter Stammtorhüter Leon Bätge (26 Einsätze) und dessen Vertreter Paul Hainke (7 Einsätze) war er die Nummer 3. In der abgelaufenen Saison stand er nur einmal auf dem Platz - beim 2:2-Unentschieden gegen den ZFC Meuselwitz im Februar.