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Anruf bei der Schiedsrichter-Vereinigung: Fulham schimpft nach Wirtz' Tor weiter

kicker

Das späte 1:2-Gegentor und das noch spätere wie lauthals gefeierte 2:2 gegen den FC Liverpool hatte fast ein wenig über die entscheidende Szene rund um den zwischenzeitlichen Ausgleich von Florian Wirtz hinweggetäuscht. Hier beim 1:1 aber hatte sich der ehemalige Leverkusener vermeintlich klar im Abseits befunden, was in der deutschen Bundesliga auch vom VAR einkassiert worden wäre.

Nicht aber in Englands Oberhaus, wo ein Alleingang der Premier League bei der halbautomatischen Abseitslinie vollführt wird.

Für Marco Silva, den Trainer der Cottagers, ist die Akte damit aber noch nicht geschlossen.

Denn für den 48-jährige Portugiesen liegt eben "klares Abseits" vor, weshalb er den Wunsch des Klubs nach Klärung bekräftigte. Nach einem Anruf bei der Schiedsrichter-Vereinigung, die vom ehemaligen Weltklasse-Referee Howard Webb geleitet wird, warte Fulham diesbezüglich noch auf eine Antwort.

„Alle, die den Fußball lieben, hätten dieselbe Meinung wie ich.“ (Marco Silva, Trainer des FC Fulham)

Kleinbeigeben kommt für Marco Silva deshalb nicht in Frage, nach eigener Studie der Bilder aus mehreren Perspektiven komme dieser schließlich nach wie vor auf ein irregulär erzieltes Tor für die Reds. Der Fulham-Coach könne schlicht "nicht glauben", dass Wirtz' Treffer Anerkennung gefunden habe. Jeder im Stadion habe das Abseits klar erkannt. "Egal, wen Sie fragen würden: Alle, die den Fußball lieben, hätten dieselbe Meinung wie ich."

"Wo war da die Geschichte mit den fünf Zentimetern Toleranz?"

Darunter fällt irgendwie sogar Wirtz selbst. Der deutsche Nationalspieler, der an diesem Sonntag durch dieses seit Tagen thematisierte 1:1 sein erst zweites Saisontor für seinen neuen Klub erzielt hatte, konnte schließlich selbst nicht richtig jubeln. Er sei sich in den ersten Momenten sicher gewesen, "dass es Abseits war. Deshalb habe ich nicht mal gejubelt."

In der Premier League aber wird anders als etwa in Deutschland, Spanien oder Italien eine gewisse Toleranz von fünf Zentimetern gewährt. Diese wird im Zweifel zugunsten des Angreifers ausgelegt. Grund dafür sind Restzweifel daran, ob die Technologie fehlerfrei ist beziehungsweise ob immer auch im wirklich perfekten Moment der Ballabgabe die Abseitslinie gezogen wird.

Für Fulhams Trainer kein Grund, das Gegentor zu akzeptieren. "Ich habe keine Möglichkeit, nachzumessen, aber meiner Meinung nach waren es viel mehr als fünf Zentimeter", sagte Marco Silva und verwies auf einen vergleichbaren Fall in einem anderen Fulham-Spiel. Damals hätten die Unparteiischen seiner Mannschaft einen Treffer geklaut. "Wo war da die Geschichte mit den fünf Zentimetern Toleranz?"