Es war das wohl verrückteste Spiel des Sonntags: Die Schweiz führte gegen Slowenien zwischenzeitlich mit neun Toren und verlor am End trotzdem noch mit 35:38. "Wir haben richtig gut gespielt und dann ist alles zusammengebrochen. Wir haben in den letzten 20 Minuten 20 Tore bekommen", blickte Trainer Andy Schmid gegenüber dem Pressedienst der EHF zurück.
Es war ein 10:3-Lauf der Slowenen, der sie kurz vor der Crunchtime zum ersten Mal überhaupt in Führung brachte. Schmid zeigte sich äußerst selbstkritisch: "Ich konnte meiner Mannschaft nicht den richtigen Impuls geben, deshalb nehme ich diese Niederlage stark auf meine Kappe. Das ist eine harte Pille zum Schlucken."
"Am Boden zerstört"
Bester Torschütze der Schweizer war Linksaußen Noam Leopold, der nach Abpfiff "am Boden zerstört war". Eine Erklärung für die extreme Wendung des Spiel hatte er nicht: "Keine Ahnung. Das ist Handball, alles geht so schnell."
Nach nun nur einem Punkt aus zwei Spielen muss die Schweiz in einer vermeintlich einfacheren Vorrundengruppe nun um die Hauptrunde bangen. Sie haben das Weiterkommen nicht mehr in eigener Hand. "Wir waren hier, um Geschichte für unser Land zu schreiben, und wir haben einfach alles kaputtgemacht", fand Leopold deutliche Worte. "Da ist gerade sehr viel Traurigkeit und richtig beschissene Gefühle."
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