Fehlercode: %{errorCode}

"Am Ende verdient gewonnen": Polanskis vielsagender Versprecher

kicker

Auf die Frage, wie er sich denn das Gladbacher Spiel wünschen würde, antwortete Haris Tabakovic am Sonntag bei DAZN, dass "wir mit Selbstvertrauen spielen, offensiv Torchancen kreieren und viele Torschüsse haben". Dafür stehe Gladbach schließlich auch. Der Bosnier verwies aber auch darauf, dass dies "in der jetzigen Situation" mit nunmehr elf sieglosen Spielen infolge nicht realisierbar sein und forderte: "Es geht darum, dass wir über Charakter und Moral uns die Punkte holen."

Diese zwei Dinge zeigte die Fohlenelf dann auch beim 1:1 in Leverkusen. "Vor dem Spiel habe ich der Mannschaft gesagt, dass sie sich selbst vertrauen sollen. Das war das Wichtigste", verriet Interimstrainer Eugen Polanski und fasste das Spiel zusammen: "Sie haben zehn bis 15 Minuten gebraucht, um dieses Vertrauen auf den Platz zu bringen. Dann haben sie sich an den Matchplan gehalten und es hat gut geklappt. Wir waren defensiv sehr unangenehm, hatten gute Ballpassagen und gute Tormöglichkeiten."

Polanski ist kein Fan vom VAR

Der 39-Jährige verwies auch auf fehlendes Spielglück, wie etwa beim nach VAR-Check wieder aberkannten 1:0 von Jens Castrop in der 23. Minute. "Mit ein bisschen mehr Glück ist es kein Abseits", sagte Polanski und implizierte damit, dass die Partie auch ganz anders hätte verlaufen können.

In diesem Kontext ärgerte er sich über den VAR, den es in der Regionalliga, also dort, wo er ansonsten mit der Gladbacher U 23 am Start ist, nicht gibt. "In der Regionalliga hätte das Ding gezählt", stellte er fest, ergänzte aber zugleich: "Wenn es Abseits war, ist es Abseits gewesen."

Dennoch verriet Polanski auch, dass er kein Fan des Videobeweises ist. "Ich habe meine Karriere beendet, da gab es keinen VAR - und ich bin sehr glücklich drum", sagte er und stellte scherzhaft fest: "Und jetzt muss ich den Scheiß ertragen." Letztlich hofft er, dass sich das fehlende Matchglück "am Ende ausgleicht".

Polanskis Freudscher Versprecher

Freuen konnte sich der Trainer aber über die Leistung seiner Elf, die seiner Meinung nach auch aufgrund von einsetzender Müdigkeit Probleme in der zweiten Halbzeit hatte. "Da haben wir nach Ballgewinn den Ball zu schnell verloren und dementsprechend das 0:1 kassiert", analysierte Polanski und stellte fest: "Wir haben danach die Struktur sehr schnell wiedergefunden und am Ende auch verdient gewonnen - äh, unentschieden gespielt."

Ein Freudscher Versprecher, der durchaus tief in die Gemütslage der Fohlenelf blicken lässt. Das späte Remis fühlte sich gewiss gut an - das erklärte dann auch die gute Stimmung bei den Borussen nach Abpfiff. Das hatte auch einen Grund, wie Polanski erklärte. "Das Ergebnis ist nicht ganz so wichtig, sondern die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind." Und die habe eben gestimmt. "Die Mannschaft hat das gemerkt, die Fans haben es gemerkt."

Tabakovics Verweis auf Polanskis knifflige Aufgabe

"Es war eine gute Leistung, wir haben es Leverkusen sehr schwer gemacht", urteilte dann auch Tabakovic, der Torschütze des so befreienden Ausgleichstreffers. Das sei "gut für die Moral" und der Lohn für die harte Arbeit aller Beteiligten. Man hat gehofft, dass wir wenigstens einen Punkt hier holen."

Es sei "nicht einfach, gegen Leverkusen zu starten", sagte der 31-Jährige mit Blick auf die herausfordernde Aufgabe zum Start auf der Gladbacher Trainerbank. "Er hat in der Woche einen sehr guten Job gemacht. Er hat versucht, die Atmosphäre zu heben, Spaß ins Training und Lockerheit reinzubekommen."

Und die Mannschaft hat es ihm gedankt - oder wie Tabakovic sagte: "Wir haben Vollgas gegeben und super gearbeitet. Es war ein Top-Leistung von der Mannschaft und dem ganzen Trainerteam."