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Asllani: "Ich hatte Gänsehaut"

kicker

Gleich in der fünften Minute war Fisnik Asllani alleine vor Berlins Torhüter Frederik Rönnow aufgetaucht, da aber noch am Schlussmann der Gastgeber gescheitert. So mancher Stürmer wäre nach diesem Auftakt ins Grübeln und womöglich nicht mehr ins Spiel gekommen. Nicht so Asllani.

Erste Großchance vergeben und abgehakt

Der hakte die Szene schnell ab, machte einfach weiter, als wäre nichts geschehen - und schlug eben später zu. Das erste Mal unmittelbar vor der Halbzeitpause. Da nutzte er die Schockstarre der Gastgeber, die kurz zuvor nach dem korrekten Foulelfmeter (Unions Leopold Querfeld an Bazoumana Touré) durch Andrej Kramarics erstem Saisontor in Rückstand geraten waren.

Nur zwei Minuten später segelte Querfeld unter eine Flanke von Tim Lemperle durch, und Asllani verlängerte den Ball per Kopf platziert zum 0:2 ins lange Eck.

Zum zweiten Mal "Man of the Match"

Wieder nur zwei Minuten nach dem überraschenden Anschlusstreffer kurz nach dem Seitenwechsel stellte erneut Asllani den alten Abstand wieder her, diesmal vollstreckte er eiskalt und gedankenschnell. Nach einem starken Konter flankte der flinke Touré scharf vors Tor, Unions Khedira konnte den Ball nur vor die Füße Asllanis lenken, der cool seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga schnürte.

Familie, Freund und alte Lehrer waren da

Damit avancierte der Angreifer im zweiten Auswärtsspiel der TSG zum zweiten Mal zum Matchwinner und zum Man of the Match. Nach drei Saisonspielen hat der Nationalstürmer des Kosovo bereits drei Treffer und einen Assist auf dem Scorerkonto. "Das erfüllt einen mit Stolz", versicherte Asllani hinterher, "generell ist es sehr, sehr schwierig, hier in Berlin zu gewinnen, das haben die letzten Jahre gezeigt und da sind auch schon andere Mannschaften gestolpert. Deswegen bin ich richtig froh, dass wir heute gegen eine gute Unioner Mannschaft gewinnen konnten, gegen die zu spielen immer eklig ist. Darauf bin ich sehr stolz, es ist auch noch meine Heimat, und hier auch noch zwei Tore gemacht zu haben, macht mich einfach stolz."

Nun kommen die Bayern zur TSG

Ausgerechnet Asllani werden die Berliner sich gedacht haben, bei Union war das Talent ausgebildet worden, aber wegen fehlender Perspektiven nach der U 19 nach Hoffenheim gewechselt, wo er nun im dritten Anlauf nach zwei Leihen (Austria Wien und Elversberg) den Durchbruch vollzieht.

Eine schönere Kulisse hätte er sich deshalb kaum vorstellen können. "Ich hatte Gänsehaut, als ich rausgekommen bin", verriet Asllani, "ich habe noch nie in diesem Stadion gespielt, wenn es voll war. Dann noch zwei Tore zu machen, ist eine sehr schöne Sache. Freunde sind da, meine Familie ist extra angereist, viele alte Kollegen, auch alte Lehrer sind hier."

Nach der Heimniederlage gegen Frankfurt (1:3) kehrten die in der Vorbereitung extrem erfolgsverwöhnten Kraichgauer wieder in die Erfolgsspur zurück. "Es ist einiges möglich, wenn wir einfach so weitermachen, wie wir das Spiel heute bestritten haben, wenn wir voll fokussiert sind und Vollgas geben zu hundert Prozent zu jeder Sekunde", hofft Asllani auf eine erfolgreichere Saison für die TSG, "das hat uns im Spiel gegen Eintracht Frankfurt ein bisschen gefehlt, in entscheidenden Momenten da zu sein. Diesmal haben wir direkt umgesetzt, was der Trainer uns vorgegeben hat und versucht, es zu verbessern, das hat direkt geklappt, das nehmen wir mit ins nächste Spiel und versuchen auch da, das Beste draus zu machen ..." Dann tritt die TSG zu Hause gegen den großen Favoriten Bayern München an.