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Aus Mailand wird Bremen: Boniface wechselt innerhalb der Bundesliga

kicker

Vor zwei Wochen noch hatte alles nach einem Wechsel zur AC Mailand ausgesehen, zumal Victor Boniface bereits in der Modemetropole angekommen war. Am Ende aber bestand der nigerianische Nationalspieler den Medizincheck überraschend nicht und musste zurück zu Bayer 04 Leverkusen, wo er hinter dem gesetzten Patrik Schick nur noch die zweite - oder sogar dritte - Geige spielte.

Wie dann Werkself-Geschäftsführer Simon Rolfes an diesem frühen Montagnachmittag einräumte, interessierten sich etwa andere Bundesligisten für den Sturmtank.

Den Zuschlag erhielt am Ende Werder Bremen, das nach dem Abgang von Marvin Ducksch (Birmingham City) ohnehin längst auf Suche nach einem gestandenen Offensivmann war.

"Bei Werder kann Boni auf Topniveau neu durchstarten"

Die Grün-Weißen haben Boniface nun wie bereits vom kicker berichtet bis Saisonende ausgeliehen. Eine Kaufoption existiert nicht. Es kann zudem davon ausgegangen werden, dass Leverkusen Teile des Gehalts weiter bezahlt.

Bayer-Geschäftsführer Rolfes erkennt in der Ausleihe des bulligen Stürmers auch eine Chance: "Wir haben mit Patrik Schick, Christian Kofane und Victor Boniface aktuell drei Stürmer für eine Position. Deswegen war es in Victors und auch in unserem Interesse, hier zu einer guten Lösung zu kommen. Bei Werder kann Boni auf Topniveau hoffentlich neu durchstarten und seine Klasse unter Beweis stellen."

Ein erfolgreiches Geschäft erwarten sich auch die Verantwortlichen an der Weser. So wird Peter Niemeyer als Leiter Profifußball beim SVW etwa wie folgt zitiert: "Wir sind froh, dass wir die Leihe abschließen und Victor für uns gewinnen konnten. Er hat in der Bundesliga hervorragende Leistungen gezeigt. Wir sind überzeugt, dass er daran bei uns anknüpfen kann." Trainer Horst Steffen ergänzt: "Victor ist physisch enorm stark, hat einen sehr guten Abschluss und gutes Tempo. In Bayers Meistersaison hat er als Torschütze und Vorbereiter geglänzt. Ich bin sicher, dass er für uns in dieser Spielzeit ein ganz wichtiger Faktor werden kann."

Nach Leverkusen gekommen war Boniface übrigens 2023 vom belgischen Spitzenklub Union Saint-Gilloise, nachdem der oftmals am Knie verletzte Profi (mehrere Kreuzbandrisse) dort unter anderem auf europäischer Bühne für Furore gesorgt hatte. Nun tritt der Nigerianer mit der Erfahrung von 42 Bundesliga-Partien (22 Tore) künftig in Grün und Weiß auf - und freut sich: "Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich überzeugt, den Wechsel zu Werder zu machen. Ich möchte mit meinen Leistungen dazu beitragen, dass wir unsere gemeinsamen Ziele in dieser Saison erreichen können."