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BVB-Trio verbessert seinen Status im DFB-Team

kicker

Manchmal hilft es, schwierige Momente einfach auszusitzen - ob nun gewollt oder ungewollt. Am vergangenen Donnerstag waren die BVB-Profis Waldemar Anton und Pascal Groß 90 Minuten lang Zeugen einer desaströsen 0:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei, einen Anteil in Form von Spielzeit hatten sie nicht. Teamkollege Maximilian Beier war gerade erst angereist und stand noch nicht im Kader. Als einziger Dortmunder im Einsatz war Karim Adeyemi.

Umsichtig und unspektakulär

Drei Tage später sah das Bild anders aus: Beim nach der Pleite von Bratislava nun so wichtigen zweiten Spiel der WM-Qualifikation gegen Nordirland standen Anton und Groß als zwei von fünf Neuen in der Startelf von Julian Nagelsmann, Beier kam als Teil des ersten Wechsels nach rund einer Stunde aufs Feld. Und diese drei waren mit daran beteiligt, dass Teil 2 deutlich erfolgreicher lief.

Anton gab nach der Umstellung auf eine Dreierkette wie im Verein den Mittelmann der Defensive und agierte dort von hinten heraus ähnlich umsichtig und unspektakulär. Ein etwas gewagtes Dribbling im eigenen Strafraum und ein gefährlicher Kopfball in der deutschen Drangphase kurz vor dem zweiten Treffer waren die auffälligsten Aktionen.

Ein Schritt in Richtung Stammplatz

147 Ballkontakte und damit die meisten im deutschen Team mit einer Quote von 95 Prozent angekommener Pässe sprachen aber für den Einfluss des Verteidigers aufs deutsche Spiel. Angesichts der schwachen Auftritte seiner Konkurrenten Jonathan Tah und Antonio Rüdiger hat Anton einen großen Schritt in Richtung eines Stammplatzes gemacht.

Deutlich weniger Ballkontakte hatte Groß. 71 Mal war der Routinier auf der Doppel-Sechs neben Joshua Kimmich in Aktion, die ganz großen offensiven Impulse waren nicht dabei. Zudem war Groß Teil der Fehlerkette vor der Ecke zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Dennoch: Das Auge und die Laufstärke des 34-Jährigen dürften noch wichtig werden, zumal Leon Goretzka und Angelo Stiller im Zentrum nicht überzeugen konnten.

Nicht berührt, aber beeinflusst

Beier stand zwar aufgrund seiner Nachnominierung für den verletzten Niclas Füllkrug nur rund 30 Minuten auf dem Platz, war aber trotzdem einer der Matchwinner des 3:1-Siegs gegen Nordirland. Zusammen mit Nadiem Amiri brachte er als zentraler Stürmer neuen Schwung ins Spiel, schuf mit klugen Laufwegen Raum für seine Mitspieler und war auch am wichtigen Tor zum 2:1 beteiligt: Die Flanke von David Raum erreichte er zwar nicht, irritierte Keeper Bailey Peacock-Farrell aber entscheidend, Amiri schob ein.

Angesichts der aktuellen Personalprobleme in der Offensive war das eine gute Visitenkarte, auch wenn Nagelsmann zugab, dass er in dieser Rolle eher Notnagel bleibt: "Maxi weiß: Wenn ein klassischer Stoßstürmer fit gewesen wäre, hätten wir einen nominieren müssen. Wir haben aber keinen."

Und Adeyemi? Der war zwar an der Niederlage in der Slowakei nur als Einwechselspieler beteiligt, konnte in seinen 24 Minuten Einsatzzeit allerdings wenig bewirken. In Köln kam der Flügelspieler nicht mehr zum Einsatz. Andersherum wäre es ihm wohl lieber gewesen.