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Carl Zeiss Jena: Fünf Neue, vier Tore, ein Ausrufezeichen

kicker

Was für ein Fabelstart für den FC Carl Zeiss Jena. Die Thüringer gewannen am ersten Spieltag der neuen Saison deutlich mit 4:1 beim SV Babelsberg, übernahmen gleich mal die Tabellenspitze. Was besonders imponierte, war der Auftritt in den ersten 45 Minuten, als die Zeiss-Elf mit ganz viel Wucht die Hausherren an die Wand spielte, mit einer 3:0-Führung in die Katakomben ging.

Besonders die Neuzugänge standen im Fokus. Trainer Volkan Uluc bot gleich fünf der Novizen auf, schickte Patrick Weihrauch, Moritz Fritz, Kevin Lankford, Manassé Eshele und Malik Talabidi aufs Feld. Und alle erwiesen sich als Verstärkung. Die Angreifer Eshele und Lankford trafen sofort ins Schwarze. Fast wäre Eshele ein Doppelpack gelungen, doch Babelsbergs Keeper Maximus Babke parierte seinen Elfmeter - stattdessen war Lankford zur Stelle und vollendete. Uluc war beeindruckt: "Auch das ist eine Frage der Qualität, die wir haben. In dieser Situation hellwach zu sein, war wichtig. Fällt dieses 1:0 für uns nicht, kann das Spiel auch anders laufen", sagt er.

Viel Integrationsarbeit

Sechs Wochen lang trimmte Uluc das Team, leistete dabei aber auch viel Integrationsarbeit. Mittelfeldspieler Justin Schau erklärte: "Ich bin überzeugt, dass die Leute, die im Verein das Sagen bei Neuzugängen haben, alles richtig gemacht haben. Nicht nur vom Alter und der Erfahrung her, sondern auch von der Qualität auf dem Platz."

Tatsächlich hatte man beim ersten Saisonauftritt das Gefühl, dass da eine Jenaer Mannschaft auf dem Rasen steht, die seit Jahren eingespielt ist. Die Spieler verstehen sich untereinander richtig gut - und das nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben. Sportdirektor Miroslav Jovic und Trainer Uluc haben bei ihren Transferaktivitäten eben nicht nur auf das fußballerische Talent wert gelegt, sondern auch auf den Charakter. Schau bestätigt das: "Wir sind privat sehr gut zusammengewachsen und machen sehr viel gemeinsam."

Platz eins bis drei als Ziel

Das soll am Ende in einer erfolgreichen Saison münden. Platz eins bis drei, so sagt es Uluc, wolle man erreichen. Ob es für den Titel reicht, will er noch nicht beurteilen. "Darüber entscheiden am Ende Details", bemerkt der Zeiss-Coach. Allerdings hat ihm der bärenstarke Auftritt von Babelsberg durchaus imponiert: "Die Mannschaft hat eine Ansage an die Konkurrenz gemacht, jetzt gilt es für uns, nachzulegen."

Soll heißen, dass am Freitag im ersten Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC gleich auch der erste Heimsieg her soll. Für die Berliner ist es nach dem Spielausfall gegen Meuselwitz der erste Auftritt überhaupt. Und für Jena eine Wundertüte. Denn so konnten die Thüringer den nächsten Gegner nicht unter Wettkampfbedingungen beobachten. Den Fabelstart wollen sie trotzdem vergolden - und den Spitzenplatz verteidigen.