In dieser Saison ist Alexis Claude-Maurice noch ohne Einsatz, nachdem er zum Abschluss des Augsburger Trainingslagers in Österreich rüde vom Ex-Frankfurter Daichi Kamada gefoult worden war - nach vier gespielten Sekunden in Hälfte zwei des Testspiels zwischen dem FCA und Crystal Palace (1:3).
"Er wurde völlig übertrieben umgemäht", regte sich Trainer Sandro Wagner jüngst erst wieder auf und zielte damit auf Kamada. "Wie kann man so was machen? Beim Anstoß so reingrätschen. Der japanische Kollege bei Crystal Palace weiß wahrscheinlich gar nicht, dass der so lange ausgefallen und ein wichtiger Spieler für uns ist. Kann ich gar nicht nachvollziehen diese Aktion."
Stuttgart fragte nach dem Woltemade-Verkauf in Augsburg an
Passiert ist sie trotzdem und für Claude-Maurice immer noch zu spüren. Der Spielmacher des FCA konnte aufgrund der erlittenen Sprunggelenksstauchung zuletzt nur dosiert trainieren, hatte immer noch Schmerzen und war daher keine Option für die beiden Auftaktspiele in die Bundesliga-Saison. "Von Tag zu Tag" muss Wagner weiterhin schauen, ob beim Franzosen langsam Besserung in Sicht ist oder nicht.
Der Trainer darf sowieso erstmal froh sein, dass er mindestens bis zur Winterpause auf die Künste seines Unterschiedsspielers setzen darf - wann auch immer das wieder möglich sein wird. Der VfB Stuttgart kam nach dem Abgang von Nick Woltemade kurz vor knapp mit einem Angebot über 22 Millionen Euro für Claude-Maurice um die Ecke - und blitzte prompt ab.
Die Augsburger sagten dem Pokalsieger ab, weil sie einerseits so kurz vor Schließung des Transferfensters keinen adäquaten Ersatz mehr gefunden hätten. Weil ihnen die Summe andererseits noch viel zu niedrig erschien und Verhandlungen womöglich zu lange gedauert hätten. Und weil sie in diesem Sommer nicht angewiesen sind auf teure Verkäufe.
Statt Claude-Maurice zu verkaufen, kauft der FCA Rieder
Vor zwei Jahren ging Leistungsträger Mergim Berisha für 14 Millionen Euro zur TSG Hoffenheim, im Sommer darauf verließ Kapitän Ermedin Demirovic den FCA in Richtung VfB. In diesem Jahr nun verzeichnete Augsburg tatsächlich sogar ein Minus. Statt Claude-Maurice abzugeben, kam mit Fabian Rieder sogar noch ein teurer Offensivspieler hinzu.
So gut es Mert Kömür, Elias Saad und Robin Fellhauer zuletzt gemacht haben: Mit Claude-Maurice und Rieder sollte nochmal ein anderer Wind wehen in der Offensive der Augsburger, der in den ersten drei Pflichtspielen der Saison immerhin sieben Tore gelangen - so viele wie in den abschließenden neun Partien unter Wagners Vorgänger Jess Thorup.