Da waren's nur noch fünf: So viele Auswechselfeldspieler mit Profierfahrung hat Trainer Vincent Kompany beim Auswärtsspiel in Hoffenheim am Samstagnachmittag. Raphael Guerreiro hat in dieser Woche nicht trainiert, und auch wenn Kompany abwarten will, ist ein Mitwirken des Portugiesen unwahrscheinlich. Gegen Werder Bremen am kommenden Freitag soll er aber zurückkehren.
Josip Stanisic zog sich beim 3:1 gegen den FC Chelsea eine Verletzung am Innenband des rechten Knies zu. Laut Kompany dürfte der Kroate die kommenden vier Pflichtspiele bis zur nächsten Länderspielpause verpassen, danach kann er wohl wieder mit ihm planen. Wie er in Hoffenheim auf den Personalmangel auf der defensiven Außenbahn reagiert - Alphonso Davies und Hiroki Ito befinden sich weiter im Aufbautraining - wollte der Belgier nicht verraten, die Lösung dürfte aber nicht schwierig sein.
Wie über weite Strecken nach der Halbzeit gegen Chelsea dürfte Konrad Laimer von rechts nach links rücken, der Österreicher ist in Topform und flexibel. "Er ist schon sehr lange sehr stabil und flexibel, er löst viel mit seiner Intensität. Ich glaube, dass er defensiv viel besser geworden ist, auch weil er die Position besser kennt", lobte Kompany den Österreicher auf der Pressekonferenz am Freitagvormittag.
Rechts steht Sacha Boey parat, der sich zu Saisonbeginn als Unsicherheitsfaktor präsentierte, nach seiner Einwechslung gegen die Londoner aber gut spielte und nichts anbrennen ließ. "Ich habe in jeden einzelnen Spieler aus dem Kader Vertrauen, es gibt keine Ausnahmen", stärkte der Coach dem Franzosen etwas verklausuliert den Rücken.
Auch Bischof könnte in der Viererkette starten
Theoretisch möglich wäre auch Tom Bischof als Linksverteidiger bei seiner Rückkehr nach Hoffenheim, er spielte dort am vergangenen Samstag nach seiner Einwechslung gegen den HSV (5:0). Und rechts könnte im Notfall auch Joshua Kimmich mal aushelfen, geplant ist dies aber nicht. So oder so: Kompany hat noch Optionen, die Gefahr weiterer Verletzungen bei einer Überbelastung ist aber nicht wegzudiskutieren. Schließlich, so Kompany, müsse er vor der finalen Aufstellung schauen, wer das Spiel gegen Chelsea wie verkraftet hat.
Unterschätzen wird er den Gegner aus Sinsheim nicht, der Flow soll die Bayern zum nächsten Sieg tragen. Kompany warnt: "Sie haben außer dem Spiel gegen Frankfurt (1:3, Anm. d. Red.) auch alles gewonnen, sie haben auch Momentum und werden darauf hoffen. Wir gehen das Spiel in der Vorbereitung nicht anders an als Chelsea, unterschätzen sie nicht. Eher das Gegenteil." Genügend gute Spieler für den nächsten Sieg hat er ohnehin noch, die nächste Woche ist zudem keine englische.