"Wir sind mit 24 Feldspielern auf dem Trainingsplatz, das ist schon ein bisschen zu viel, um konzentriert mit der Gruppe zu arbeiten", hatte Dino Toppmöller bereits am vergangenen Donnerstag angekündigt. Dass sich spätestens am Deadline Day also auf der Abgangsseite bei Eintracht Frankfurt etwas tun würde, war abzusehen.
Der erste Spieler, der die Eintracht am Montag verlies, verschafft Toppmöller aktuell nicht mehr Luft auf dem Trainingsplatz. Eric Junior Dina Ebimbe schließt sich Stade Brest an. Der 24-Jährige stand bereits im vergangenen Winter kurz vor einem Wechsel in die Ligue 1, damals zur AS Monaco, bestand den Medizincheck aber nicht. Anschließend kam er lediglich zu einem weiteren Kurzeinsatz, wurde aussortiert, reiste während der Sommervorbereitung nicht mit in die USA und trainierte zuletzt individuell.
Möglicher Gewinn bei Dina Ebimbe
Die Bretonen leihen den rechten Außenbahnspieler zunächst für eine Saison, im Anschluss besitzen sie eine Kaufoption in Höhe von sieben Millionen Euro. Damit könnten die Frankfurter sogar mehr einnehmen, als sie 2023 an Paris St. Germain überwiesen haben. Damals ließ sich die Eintracht die Festverpflichtung von Dina Ebimbe, der bereits 2022/23 auf Leihbasis am Main spielte, 6,5 Millionen Euro kosten. Insgesamt absolvierte der Franzose 85 Spiele für Frankfurt, in denen ihm 15 Tore gelangen.
Sein Landsmann Niels Nkounkou stand dagegen noch am Samstag im Kader von Dino Toppmöller. In Sinsheim (3:1) kam er allerdings - wie schon am 1. Spieltag gegen Bremen (4:1) - nicht zum Einsatz. Sein 63. Spiel für die SGE beim 5:0 im Pokal über den FV Engers wird somit wohl sein letztes bleiben (drei Tore). Denn sein neuer Klub, der FC Turin, hat sich neben einer einjährigen Leihe, für die 500.000 Euro fließen, auch eine Kaufoption gesichert, die ab einer bestimmten Anzahl an Einsätzen zur Pflicht wird. Dann fließen weitere 5,5 Millionen Euro an die SGE.
Nkounkou hinten links nur dritte Wahl
Der Linksverteidiger, der auch offensiver eingesetzt werden kann, war bereits in der letzten Saison häufig außen vor. In der Liga sammelte er lediglich noch zwölf Einsätze, darunter acht von der Bank. Ein Abgang schien somit realistisch, in der Vorbereitung nahm Nkounkou allerdings zwischenzeitlich noch einmal Fahrt auf. Während der USA-Reise machte er gegen Louisville City (5:2) mit zwei Toren und einer Vorlage auf sich aufmerksam.
Doch die Aussicht auf Spielzeit blieb weiterhin gering. Denn auch wenn er nominell der Ersatz von Nathaniel Brown hinten links ist, der nach seiner Verletzung an den ersten beiden Spieltagen noch nicht in der Startelf stand, zog Toppmöller jeweils die Variante mit Arthur Theate als Linksverteidiger sowie Nnamdi Collins in der Innenverteidigung vor und ließ Nkounkou 90 Minuten auf der Bank. In der Serie A dürfte dem Mann, der im Sommer 2023 aus St. Etienne kam, mehr Spielzeit winken. Dort wird er sich mit dem erfahrenen Cristiano Biraghi um den Platz hinten links duellieren.