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Doppelpacker Tigges: "Würde auch gerne mal in einem normalen Spiel treffen"

kicker

Es lag in Paderborn in der Luft: Wenn hier noch etwas passiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Steffen Tigges seine Füße im Spiel hat - oder wohl eher seinen Kopf. Schließlich lieferte der 1.93 große Stürmer seiner Mannschaft im Duell mit Preußen Münster genau das, was den Paderbornern in den ersten 45 Minuten abhanden kam - Durchschlagskraft. Das Team von Trainer Ralf Kettemann lag zur Halbzeit gegen Münster zwar mit 0:1 zurück, war aber seit der Roten Karte für Yassine Bouchama in der 28. Minute in Überzahl. Dennoch entsprangen den Paderborner Offensivbemühungen kaum echte Torchancen.

So reagierte Ralf Kettemann zur Halbzeit, wechselte dreifach und brachte unter anderem Tigges, der nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff per Kopf den Ausgleich besorgte und im Laufe des zweiten Abschnitts zahlreiche weitere Möglichkeiten auf dem Schädel hatte. Als der Stürmer die Kugel in der 83. Minute nach einer Eckball-Flanke von Obermair zum 2:1-Siegtreffer einnickte, gab es dann kein Halten mehr in Paderborn. "Es freut mich auf jeden Fall. Wir sind nicht optimal ins Jahr gestartet. Umso schöner, dass wir im ersten Heimspiel des Jahres dann direkt den Sieg einfahren konnten", erklärte der zufriedene Torjäger nach dem Sieg, zu dem er seine Saisontore drei und vier beisteuerte, dem WDR.

Die ersten beiden Treffer gelangen ihm im westfälischen Duell gegen Arminia Bielefeld (4:3-Endstand). Gegner aus der Region scheinen dem 27-Jährigen wohl zu liegen. "Ich weiß auch nicht genau, woran das liegt. Ich würde auch gerne mal in einem normalen Spiel einfach treffen. Das wäre auch schön", sagte der Ex-Köln-Spieler mit einem Schmunzeln, der die Vorgabe des Trainers in der Halbzeitpause perfekt umsetzte: "Es war genau das Ziel, dass wir viele Bälle in die Box bringen und Sven (Michel, Anm. d. Red.) und ich die dann verwerten."

„Dafür sind die Jungs da vorne da.“ (Ralf Kettemann)

"Direkt nach der Roten Karte haben wir uns schwergetan. Wir mussten also noch ein paar Dinger anpassen, ein paar Wechsel machen", analysierte Kettemann nach der Partie. Mit dem Auftritt seiner Spieler im zweiten Abschnitt konnte der Trainer dann deutlich besser leben. "Ab Minute 46 habe ich dann schon absolutes Powerplay von uns gesehen. Wir hatten dann viele spannende Momente, in denen wir durchaus hätten in Führung gehen dürfen."

Spätestens mit dem Führungstreffer durch Tigges fruchteten die Änderungen des Trainers dann vollends. "Das zeigen dann die Zahlen und dass 'Tiggi' zwei Tore macht. Es war die richtige Entscheidung, so zu wechseln. Dafür sind die Jungs vorne da. Sie sind unangenehm und tun weh bei Flanken. Das haben sie top gemacht."

So geht der SC Paderborn als einer der Gewinner aus dem 19. Spieltag hervor, gerade weil der SV Elversberg im Parallelspiel gegen den VfL Bochum Federn ließ (1:1-Endstand). Nun belegen die Westfalen den dritten Tabellenplatz mit nur einem Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten Darmstadt 98.

Auch wenn man mit dem Blick auf die Tabelle in Paderborn gewohnt vorsichtig ist. "Es ist in der 2. Liga ja einfach so. Jedes Ergebnis wirbelt da wieder ein bisschen was durcheinander. Dritter klingt ok, aber es sind noch fünfzehn Spiele." Doch insbesondere die Fans des SCP dürften da etwas euphorischer sein. In den nächsten drei Wochen kommen mit Düsseldorf, Nürnberg und Bochum schließlich Teams auf die Paderborner zu, die deutlich weniger Punkte als der SCP auf dem Konto haben.