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Erst Reservist, dann Startelfspieler: Huseinbasic kämpft sich zurück

kicker

Irgendwann während des Spielersatztrainings scheint es bei Denis Huseinbasic "klick" gemacht zu haben. Weil der 24-Jährige beim Erstrunden-Pokalsieg gegen Jahn Regensburg (2:1) nicht im Kader des 1. FC Köln gestanden hatte, musste er im Nachgang mit den anderen Nicht-Nominierten Sondereinheiten am Geißbockheim schieben.

Sportdirektor Thomas Kessler beschreibt den Moment als 'extrem bitter' für Huseinbasic, fügt aber hinzu: "Er hat die richtigen Schlüsse daraus gezogen." Nach seinem Startelfeinsatz beim 4:1-Sieg gegen Freiburg hat sich der Mittelfeldspieler nun wieder zurück ins Team gespielt.

Erst Ersatzbank, dann geplatzter Transfer - warum Huseinbasic doch nicht so entbehrlich ist

Zuvor galt Huseinbasic als einer der großen Verlierer der Vorbereitung. Trainer Lukas Kwasniok setzte auf die Doppelsechs Eric Martel/Isak Johannesson, die Stammkraft der Vorsaison war plötzlich außen vor. "Er hat in der Vorbereitung viel durchgemacht", erklärt Kessler und wird deutlich: "Denis ist schlecht reingekommen, das wusste er selbst. Er hat sich in den Testspielen sehr schwergetan."

Gleichzeitig wurde eine Offerte vom portugiesischen Europa-League-Teilnehmer Sporting Braga publik. Eine Mischung, die den spielstarken Mittelfeldmann zum gefühlt sicheren Abgang werden ließ. Doch aus Braga wurde nichts und bei genauerer Betrachtung war Huseinbasic keinesfalls so entbehrlich, wie es mancher vermutete: Denn abgesehen vom Stammduo steht neben Huseinbasic lediglich noch der deutlich defensiver orientierte Tom Krauß im Kader, den Trainer Lukas Kwasniok aber gern auch in der Abwehr aufbietet.

Nach "Klick-Moment" zurück im Spiel

Ein Abgang von Huseinbasic hätte also mit einem ähnlich spielfreudigen Akteur aufgefangen werden müssen, der bosnische Nationalspieler war in der Rangfolge stets die Nummer 3 im Zentrum. Keine schlechte Ausgangslage, um sich zurückzukämpfen. "Er hat die richtigen Schlüsse gezogen", sagt Kessler über den "Klick-Moment". Jeder Profi habe schließlich die Möglichkeit, sich über Trainingsleistungen in den Kader und in die Startelf zu arbeiten: "Das honoriert der Trainer."

Der Einsatz gegen Freiburg ist der Beweis dafür. Trainer Lukas Kwasniok entschied sich im 4-3-3-System für den vermeintlich abgeschriebenen Huseinbasic und stellte einen zusätzlichen Mittelfeldspieler auf. Der 24-Jährige dankte es ihm mit einer soliden Vorstellung (kicker-Note 3) und ist plötzlich wieder mitten im Geschehen.