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FCZ-Trainer Hediger fordert einen neuen Abwehrchef

kicker

"Einer, der das Spiel versteht, der die Ruhe hat, der weiss, wo der freie Mann steht. Einer, der unter Druck nicht nervös wird", beschreibt Trainer Dennis Hediger den Wunschspieler im Gespräch mit Blick. Und er fügt an: "Klar würde ich den sofort nehmen! Der würde alle neben sich besser machen."

Doch die Realität sieht anders aus. "So ein Spieler ist teuer. Darum ist wichtig, dass wir sehr gut scouten", erklärt Hediger. Zudem sei es schwierig, einen routinierten Spieler zu finden, der nicht auf eine andere Liga spekuliere und gleichzeitig im aktuellen Team Stammspieler sei. "Wir können nicht jemanden erst einmal drei, vier Wochen aufbauen", sagt der FCZ-Trainer.

Die Abwehrprobleme des FC Zürich sind offensichtlich. Gegen Servette musste die Mannschaft ohne die Abwehrspieler Mariano Gomez, der nach Ungarn wechselte, Milan Rodic, der nach Zypern ging, und Jorge Segura antreten, der zwar noch in Zürich trainiert, aber nicht einmal im Kader stand. Hinzu kommt, dass sich Junior Ligue durch sein Verhalten ins Abseits manövriert hat und vorerst aus dem Kader verbannt wurde.

Die Lücken in der Verteidigung wurden in Genf deutlich. Lindrit Kamberi (26), der plötzlich in die Rolle des Abwehrchefs gedrängt wurde, wirkte bei nahezu jeder Aktion überfordert. Sein Tiefpunkt: In der 72. Minute liess er sich von einem langen Ball überraschen, was ihn zu einer Notbremse gegen Florian Ayé zwang. Die Folge: eine Rote Karte und Sperre für das wichtige Spiel gegen Basel.

Auch Ilan Sauter hatte als Aussenverteidiger auf der linken Seite seine Schwierigkeiten und musste nach 45 Minuten "Schwimmunterricht" in der Defensive nach der Pause ausgewechselt werden - mit schweren Schulterschmerzen. Ob er am Wochenende einsatzfähig ist, bleibt fraglich.

Ein Lichtblick war das Debüt von Chris Kablan (31), der nach der Winterpause aus Zypern zum FCZ stiess. Trotz minimaler Vorbereitung zeigte der Rechtsverteidiger mit 61 Minuten Spielzeit eine solide Leistung. "Ich hatte noch keine ganze Trainingswoche. So gesehen war es ein guter Start", sagte Kablan bescheiden zu Blick. Der FCZ hofft, dass Kablan mit seiner Erfahrung und seinem Kampfgeist für Stabilität sorgt, doch ob das allein ausreicht, bleibt abzuwarten.