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Fellhauer mit Frakturen entlassen - FCA hat trotzdem Sorgen

kicker

Völlig aufgelöst suchte die Familie von Robin Fellhauer am Samstagabend den Weg zur Kabine des FC Augsburg. Der Mittelfeldspieler war nach dem Zusammenprall mit Sacha Boey und anschließender Behandlung auf dem Platz erstmal dorthin gebracht worden, um von den Augsburger Ärzten und Physios untersucht zu werden.

Erleichterung dürften Mama und Papa Fellhauer sowie die Geschwister erst dann verspürt haben, als der Sohn und Bruder in der Kabine ansprechbar war. "Das sind schon bewegende Bilder", meinte selbst Trainer Sandro Wagner später. "Wenn die Familie heult und er ins Krankenhaus muss. Das ist keine normale Fußballverletzung, würde ich sagen."

Aus dem Krankenhaus wurde Fellhauer inzwischen entlassen, die Diagnose: Eine schwere Gehirnerschütterung sowie kleinere Frakturen im Gesicht, die nicht operiert werden müssen. Der Neuzugang aus Elversberg dürfte den Augsburgern damit ein paar Wochen fehlen und eine Lücke hinterlassen.

Fellhauer galt vor der Spielzeit zwar als sinnvolle und gute Ergänzung, jedoch nicht als Stammspieler. Doch die Vielseitigkeit des 27-Jährigen macht ihn für Wagner so wertvoll, allein am Samstag beim 2:3 gegen Bayern bekleidete er drei Positionen: Erst als defensiver Zehner neben Elias Saad, dann als offensiver Rechtsverteidiger für den verletzten Marius Wolf und letztlich als Linksverteidiger für den ebenfalls verletzten Dimitrios Giannoulis.

Den FCA plagen also trotz der erstmal guten Nachrichten bei Fellhauer weiterhin Sorgen, weil sich in einem Topspiel gleich drei Profis verletzt haben.

Wolf signalisierte ohne Fremdeinwirkung Probleme am rechten Knie und humpelte später bandagiert durch die Katakomben der WWK-Arena. Giannoulis hielt sich den linken hinteren Oberschenkel, der Grieche hatte bereits beim Auftaktsieg in Freiburg (3:1) frühzeitig ausgewechselt werden müssen.

Wie lange die zwei Schlüsselspieler dem FCA fehlen werden, ist offen, allzu optimistisch klangen die Vereinsverantwortlichen am späten Samstag nicht. Zugute kommt dem Tabellenfünften immerhin, dass nun zwei Wochen Zeit bleiben, ehe es in der Bundesliga mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli weitergeht.