Fehlercode: %{errorCode}

Frankfurts bester Start seit 2012: "Keine Überraschung, dass wir so weit sind"

kicker

Die Saison ist noch jung, doch schon jetzt hat Eintracht Frankfurt etwas erreicht, das seit zwölf Jahren nicht mehr gelungen war. 2012/13 starteten die Adlerträger zuletzt mit zwei Siegen aus zwei Spielen in die Bundesliga. Damals gelang es den Aufsteigern unter Armin Veh sogar, die ersten vier Partien zu gewinnen und bis zum 7. Spieltag ungeschlagen zu bleiben. Am Ende sprang Platz 6 heraus.

In diesem Jahr dürfte man sich gar mehr erhoffen - und das alles ohne Hugo Ekitiké. Nach dem 4:1 gegen Bremen mit drei Scorerpunkten von Can Uzun und dem Doppelpack von Jean-Matteo Bahoya war es bei der TSG Hoffenheim Ritsu Doan, der glänzte und in seinem 133. Bundesliga-Spiel erstmals drei Torbeteiligungen beisteuerte. "Wir haben uns dazu entschieden, einen Spieler wie Ritsu dazuzuholen, um in der Systematik das eine oder andere anzupassen", erklärte Dino Toppmöller nach dem 3:1-Sieg.

Während in der vergangenen Rückrunde noch die Sturmspitze im Fokus stand, läuft nun im 4-2-3-1 viel über die Außenbahnspieler. Doan, als technischer Part, der von rechts das Zentrum sucht, Bahoya, der auf der Gegenseite mit seinem Tempo vertikaler spielt und Ansgar Knauff als schneller Joker. Lediglich an einem von bislang sieben Ligatoren war keiner der Flügel direkt beteiligt.

Koch sieht noch "extrem viel Arbeit"

"Wir wissen schon, dass wir eine extrem junge Truppe haben", erklärte Kapitän Robin Koch in Sinsheim. Mit 24,7 Jahren stellte die SGE die drittjüngste Startelf des 2. Spieltags hinter Leipzig (24,63) und Bremen (24,49). "Wir haben extrem viel Potenzial, das hat man in den beiden Spielen gesehen. Die Herausforderung wird sein, die Leistung konstant auf den Platz zu bekommen." Die Saison werde mit der Champions League eine "riesige Herausforderung", weshalb es noch "extrem viel Arbeit" gebe, betonte Koch.

Einen Ansatz dafür lieferte gegen Hoffenheim die Schlussphase. Nachdem Knauff die Großchance auf das 4:0 verpasst hatte, traf Grischa Prömel in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:3 und hätte nur eine Minute später gar den Anschluss herstellen können, wenn nicht sogar müssen. "Es ist ganz normal, dass wir noch viel lernen können und müssen. Dazu gehört es dann auch, über 90 Minuten die Souveränität auf den Platz zu bekommen", erklärte Koch. Sein Trainer schlug in die gleiche Kerbe, war sich aber auch bewusst, dass es aktuell "Jammern auf hohem Niveau" ist. "Insgesamt sind wir natürlich super zufrieden mit dem Saisonstart."

An diesem hat auch Markus Krösche seinen Anteil, der mit seinem Team wieder einmal den Abgang eines Top-Stürmers auffangen musste. "Wir haben den Vorteil, dass wir in diesem Sommer nicht so viele Wechsel hatten. Mit Tuta, Kevin Trapp und Hugo sind natürlich drei Stammspieler weg, aber trotzdem ist die Mannschaft ja in großen Teilen zusammengeblieben", erklärte der Sportvorstand. So habe Toppmöller mit dem Team bereits schneller in die Detailarbeit gehen können. "Deswegen ist es für mich auch keine Überraschung, dass wir schon so weit sind." Wenngleich auch Krösche bremste: "Es gibt aber auch noch viele Sachen, die wir verbessern können. Und es ist halt erst der 2. Spieltag."

Krösche freut sich auf einen "Pokal-Fight"

Am Sonntagabend stand zudem die DFB-Pokal-Auslosung der 2. Runde an - und wie schon in der Champions League hat es die Eintracht alles andere als einfach erwischt. "Dortmund in der 2. Runde im Pokal ist ein Hammerlos", sagte Krösche. "Wir freuen uns sehr auf das Spiel in unserem Stadion und auf einen richtigen Pokal-Fight. Wir wollen unbedingt ins Achtelfinale."

Zunächst steht aber erstmal der letzte Tag des Transferfensters an, wo sich bei den Frankfurtern vor allem auf der Abgangsseite etwas tun wird. Eric Junior Dina Ebimbe steht vor einer Leihe zu Stade Brest mit einer Kaufoption, die dem Vernehmen nach bei sieben Millionen Euro liegt. Sein Landsmann Niels Nkounkou wird sich voraussichtlich dem FC Turin anschließen, der italienischen Medienberichten zufolge zunächst 500.000 Euro für eine Leihe zahlen und anschließend eine Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro haben soll, die bei einer bestimmten Anzahl an Einsätzen zur Pflicht wird.