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Hoeneß knallhart beim Europa-League-Kader des VfB

kicker

In der vergangenen Saison traf es einen, der hinterher zum Shootingstar des Jahres avancierte: Nick Woltemade wurde von Hoeneß nicht für den Stuttgarter Kader für die Champions League nominiert. Zwar spielte der ablösefrei von Werder Bremen gekommene die Sache herunter. Doch der Stich ins Herz blutete bis zuletzt. "Dann spiele ich nächstes Jahr in der Champions League", meinte Woltemade damals mit süßsaurer Miene. Hat ja geklappt. In der kommenden Saison für Newcastle United.

Mit Al-Dakhil, Stenzel und Stergiou erwischt es drei Etablierte

Auch Justin Diehl war gezwungen, die Partien der Königsklasse vor dem TV oder von der Tribüne aus zu verfolgen. Ein Schlag in die Magengrube für den U-21-Nationalspieler, den es jetzt wieder erwischte. Auch, weil er seit Wochen Verletzungsprobleme hat. Neben ihm saß im Vorjahr auch Ramon Hendriks, der diesmal dabei ist, wenn die Stuttgarter in der Gruppenphase auf Vigo, Basel, Fenerbahce, Feyenoord, Deventer, Tel Aviv, Rom und Bern treffen.

Dafür kamen andere, etablierte Spieler unter den Rotstift, die 2024/25 noch dabei waren: Ameen Al-Dakhil und Leonidas Stergiou, die allerdings seit Wochen auch mit Verletzungen zu kämpfen haben, sowie Klub-Dauerbrenner Pascal Stenzel. Des Weiteren mussten Yannik Keitel und Silas, denen man in der Transferphase einen Wechsel ans Herz gelegt hatte, sowie U-17-Welt- und Europameister Noah Darvich, der gerade frisch von der Zweitvertretung des FC Barcelona gekommen ist, in den sauren Apfel beißen.

Diesmal profitieren Groiß und Nothnagel vom VfB II

"Es war, wie letztes Jahr, ein sehr schwieriges Unterfangen", sagt Hoeneß, der zwei Dinge dabei anführt.  "Erstens haben wir einen sehr großen Kader und zweitens gibt es Regularien, die in dieser Liste zur Geltung kommen und die es erneut schwergemacht haben." Womit der 43-Jährige unter anderem und vorrangig die "Local-Player-Regelung" meint, die ein Minimum von im Klub und/oder Verband ausgebildete Talente und/oder Jungprofis zwingend vorsieht.

Zum Vorteil von Dominik Nothnagel und Alexander Groiß aus der Drittligavertretung der Schwaben. Außerdem taucht auch wieder Thomas Kastanaras auf, der bereits im Vorjahr auf der Liste stand, aber nie zum Einsatz kam. Und aktuell nach einer schweren Knieverletzung sowieso keine Perspektive hat. Was eine gewisse Absurdität der Regelungen vor Augen führt.

„Die Regularien sind halt da. Auch wenn ich sie nicht verstehe.“ (Sebastian Hoeneß)

"Ich musste ein paar Jungs sagen, dass sie nicht auf dieser Liste stehen. Das waren natürlich keine einfachen Gespräche", erzählt Hoeneß, der "am liebsten alle dabeigehabt hätte. Aber es bringt nichts, zu lamentieren. Die Regularien sind halt da. Wir müssen danach handeln und Entscheidungen treffen. Auch wenn ich sie nicht verstehe."