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HSV: Nach Lokonga ist auch Vieira im Anflug

kicker

Eine Kreativkraft, die "unser Spiel aus dem Mittelfeld ins letzte Drittel transportiert, der die letzten Pässe spielt und selbst torgefährlich ist", hatte Stefan Kuntz am Wochenende angekündigt. Deshalb bemühte sich der Sportvorstand des Hamburger SV auch intensiv um William Böving, den 22-jährigen dänischen Offensiv-Allrounder von Österreichs Meister Sturm Graz. Nachdem der HSV in diesem Poker leer ausging, aber parallel mit Albert Lokonga und Arsenal eine Einigung erzielte, war eigentlich klar: Die Transferaktivitäten können noch nicht abgeschlossen sein.

Der 25-jährige Belgier, in der Vorsaison an den FC Sevilla ausgeliehen, ist ein spielstarker Sechser, hat ein gutes Pass- und Aufbauspiel. Damit soll und kann er der Zentrale mehr Struktur im Vorwärtsgang geben, er ist aber nicht der benötigte Kreativspieler mit einer guten Quote bei Toren und Vorlagen. In Belgiens Jupiler Pro League erzielte der zweifache belgische A-Nationalspieler in 61 Spielen drei Treffer, in der Premier League in 51 Partien ein Tor, und in La Liga blieb er in 22 Einsätzen torlos.

Fabio Vieira hat das gewünschte Profil

Deshalb soll neben Lokonga noch ein zweiter Profi vom FC Arsenal kommen und, anders als der Belgier, ausgeliehen werden: Fabio Vieira. Zuerst berichtete Sky vom Interesse an dem 25-jährigen Portugiesen. Er soll im Laufe des Montags in der Hansestadt eintreffen, dann im Universitätsklinikum Eppendorf seinen Medizincheck absolvieren - und das Kreativloch füllen. Vieira ist 1,70 Meter, ein wendiger Linksfuß. Vor drei Jahren wechselte er für 35 Millionen Euro vom FC Porto nach London, konnte sich bei Arsenal aber nicht durchsetzen. In der Premier League kam er in zwei Spielzeiten auf 33 Einsätze, erzielte in diesen zwei Tore und bereitete fünf Treffer vor. Im Vorjahr war er an seinen Ex-Klub ausgeliehen, hat mit Porto im Sommer auch noch die Klub-WM in den USA bestritten.

Vieiras nächste Leihstation soll vorbehaltlich des Medizinchecks Hamburg sein. Der HSV reagiert damit auf die Erkenntnis, dass von der Doppelsechs, bestehend aus Nicolas Capaldo und Nicolai Remberg, zu wenig Offensivgefahr ausgeht und hat damit durchaus hochkarätig nachgerüstet: Nach Innenverteidiger Luka Vuskovic (von Tottenham Hotspur ausgeliehen) werden die beiden Arsenal-Profis Lokonga und Vieira die Verpflichtungen Nummer zwei und drei aus der Premier League binnen weniger Tage.

Dass es Vieiras Position im neuen 3-4-3-System von Merlin Polzin bislang noch nicht gibt, stellt keinen Widerspruch zum geplanten Leih-Deal dar. Der Trainer hatte schon während des Mallorca-Trainingslagers Anfang August angekündigt, dass er Platz für einen kreativen Spieler finden und schaffen werde, wenn dieser da sei. Nun steht dieser Moment unmittelbar bevor.