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Kwasniok lobt El Mala: "Wir werden viel Freude an ihm haben"

kicker

Zack, vorbei am ersten Gegenspieler, dann einfach den nächsten stehen lassen. Pass in die Mitte, Schuss Isak Johannesson - 2:2. Der zwischenzeitliche Ausgleich des 1. FC Köln beim furiosen 3:3 gegen den VfL Wolfsburg ging zu großen Teilen auf das Konto von Vorbereiter Said El Mala. "Er macht's schon gut, muss man sagen", fand auch der 13 Jahre ältere Mitspieler Marius Bülter. "Er bringt jedes Mal Schwung, heute sogar spielentscheidend. So muss er weitermachen."

Vor zwei Wochen beim 4:1 gegen Freiburg gelang El Mala der erste Treffer, nun die erste Vorlage in der Bundesliga. Der 19-Jährige ist eine der ersten Wechsel-Optionen für Trainer Lukas Kwasniok, kam in jedem der vier Pflichtspiele in dieser Saison von der Bank aufs Feld. Und der Dribbler macht seine Sache gut, reißt mit Tempo Räume auf und verströmt Torgefahr.

Die Joker-Rolle passt bislang perfekt

"Er hat ja nicht nur ein Solo hingelegt", betonte Kwasniok nach dem Wolfsburg-Spiel. "Er ist nicht zu verteidigen in diesen Aktionen, insofern ist er eine Waffe." Dem 44-Jährigen ist aber auch klar, dass El Mala die Joker-Rolle bislang auf den Leib geschneidert ist: Frisch und mit Energie stürmt es sich leichter. "Die Wahrheit ist, dass die Jungs, die vorher auf dem Platz waren, die Wolfsburger auch ein bisschen müde gespielt haben. Dann war es für ihn deutlich einfacher", erklärte etwa FC-Sportdirektor Thomas Kessler bei Sky.

Und auch Kwasniok bremst den Senkrechtstarter leicht: "Um in der Bundesliga von Beginn an eine Waffe zu sein, dahin ist es noch ein weiter Weg. Insofern müssen wir aufpassen, dass wir aus der Waffe keine Platzpatrone machen, wenn er zu früh 90 Minuten performen muss." Zuletzt waren es mal 15, mal 25 Minuten Spielzeit. Ein Format, das El Mala zu liegen scheint. Und Kwasniok in jeder Partie eine Option für neuen Schwung auf dem linken Flügel eröffnet.

Auch die Arbeit nach hinten stimmt

"Das Dribbling, gepaart mit dem Tempo: Dem Jungen steht eine große Laufbahn bevor, wenn er demütig bleibt", sagt Kwasniok, "und wenn wir gut mit ihm arbeiten und er bereit ist, das anzunehmen und sich zu verbessern, um 90 Minuten in der Bundesliga spielen zu können." Der FC-Coach glaubt aber auch, "da ist er demütig und fokussiert genug. Wir werden noch viel Freude an ihm haben, weil er Fußballer durch und durch ist."

Und auch, weil sich der junge Ballkünstler nicht zu schade für die Arbeit auf dem Platz ist. 50 Prozent seiner Zweikämpfe gewann El Mala in Wolfsburg - für Offensivspieler ein guter Wert. "Said ist ein total feiner Junge, er hat aber auch noch einen ordentlichen Weg vor sich, um dann auf Top-Niveau Bundesliga spielen zu können", sagt Kessler und mahnt: "Trotzdem müssen wir den Ball flachhalten: Er wird auch mal hängen bleiben und zwei Spiele nicht gut machen. Gerade in Köln ist es wichtig, dass man realistisch mit der Situation umgeht."